Der FC Barcelona hat offensichtlich endgültig entschieden, die Kaufoption für Marcus Rashford nicht zu ziehen. Der kehrt zu Manchester United zurück – oder schlagen jetzt die Bayern zu?
Laut spanischen Medienberichten wird der englische WM-Teilnehmer Marcus Rashford in der kommenden Saison definitiv nicht mehr für den FC Barcelona auflaufen. Der spanische Meister hat beschlossen, die am 15. Juni ablaufende Kaufoption in einer Größenordnung von 30 Millionen Euro für den Leihspieler nicht zu ziehen. Somit wird der 70-fache Nationalspieler zunächst wahrscheinlich zu seinem Stammverein Manchester United zurückkehren.
Die jüngste Verpflichtung seines Teamkollegen bei den Three Lions, Anthony Gordon, an dem auch der FC Bayern Interesse bekundet hatte, deutete bereits daraufhin, dass Rashfords Zeit in der katalanischen Metropole zu Ende gehen könnte. Der von Newcastle United verpflichtete Offensivspieler spielt auf derselben Position, und ansonsten ist der Barça-Angriff auch nach dem Abgang von Robert Lewandowski bestens besetzt. Zudem beträgt die Ablösesumme für den 25-Jährigen inklusive möglicher Bonuszahlungen 80 Millionen Euro. Sehr viel für einen Verein, der in den vergangenen Jahren wiederholt in großen finanziellen Nöten steckte.
Spielt Flick-Entscheidung den Bayern in die Karten?
Ausschlaggebend für die endgültige Entscheidung der Katalanen gegen Rashford soll nun ausgerechnet Chefcoach Hansi Flick gewesen sein. Neben dem hohen Grundgehalt des 28-Jährigen soll der frühere Triple-Trainer des FC Bayern sein mangelhaftes Defensivverhalten als Schwachstelle erkannt haben. Für das hohe Pressing seines Teams ist eine aktive Mitarbeit auch aller Offensivspieler unerlässlich. Gordon soll hier klare Vorteile seinem Landsmann gegenüber besitzen.
Dieser Aspekt erscheint durchaus bemerkenswert. In den vergangenen Tagen mehrten sich Meldungen, die von einem erneut gesteigerten Interesse des FC Bayern an Rashford berichteten. Demnach soll speziell Vincent Kompany ein großer Befürworter des Engländers sein. Bekanntermaßen ähneln sich jedoch die offensiven Spielansätze beider Trainer ziemlich. Schätzt der Bayerncoach den Spieler anders als sein Kollege in Barcelona ein – oder traut er es sich schlichtweg zu, Rashford diesbezüglich in die richtige Bahn zu bringen?
Ob der deutsche Rekordmeister nun bei Rashford tatsächlich zuschlägt oder nicht: Der englische Nationalspieler, der von Thomas Tuchel in den WM-Kader berufen wurde, stellt auf alle Fälle eine interessante Option für die Verantwortlichen an der Säbener Straße dar. Und Kompany wird derzeit in München ohnehin alles zugetraut.
