FC Bayern geht mit europäischem Rekordwert ins Pokalfinale gegen Stuttgart

Es ist ein würdiges DFB-Pokalfinale 2026: Der Titelverteidiger VfB Stuttgart trifft auf den Rekordsieger FC Bayern. Dieser ist klarer Favorit und hat einen bemerkenswerten Bestwert zu verteidigen.

Der FC Bayern ist nicht nur deutscher Rekordmeister (35), sondern mit 20 Titeln ebenfalls mit einem riesigen Abstand Rekordpokalsieger. Werder Bremen (6), Schalke 04, Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt (jeweils 5) folgen in der Rekordliste mit einem gehörigen Respektsabstand.

Im deutschen Ranking klar die Pokal-Nummer 1, hinkt der FC Bayern im europäischen Vergleich dennoch teilweise weit hinterher, wenn es um die erfolgreichsten nationalen Pokalmannschaften geht. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass der DFB-Pokal nun zwar zusammen mit dem englischen FA-Cup weltweit eine fast einzigartige Popularität genießt, aber erst viel später als andere europäische Pokalwettbewerbe ins Leben gerufen wurde: Nach der kurzen Phase während des Nationalsozialismus (als Tschammerpokal; 1935-1943) wird er erst seit der Spielzeit 1952/53 regelmäßig ausgetragen.

Zweitligist in der Schweiz europäischer Rekordpokalsieger

Celtic Glasgow hat beispielsweise den schottischen Pokal, der seit Ende des 19. Jahrhunderts ausgetragen wird, bereits 42 Mal gewonnen. Der FC Barcelona holte sich den spanischen Pokal (meist als Copa del Rey ausgetragen), der über eine wesentlich längere Tradition als die spanische Meisterschaft verfügt, bereits 32 Mal. Dahinter folgen in den renommierteren Fußballnationen Olympiakos Piräus (29), Austria Wien (27) und Benfica Lissabon (26). Europäischer Rekordpokalsieger ist der FC Vaduz in Liechtenstein, der im Ligabetrieb in der Schweiz, aktuell als Zweitligist, antritt. Der Klub aus der Hauptstadt des Zwergstaats in den Alpen holte die nationale Trophäe bislang stattliche 52 Mal.

In den restlichen drei Top-5-Ligen sind Paris Saint-Germain (16), Juventus Turin (15) und der FC Arsenal (14) die Rekordpokalsieger.

All diesen europäischen Rekordpokalsiegern, ob in den Topligen oder auch in den kleineren Ligen, ist gemein, dass sie eine ausgezeichnete Siegquote im Endspiel besitzen. Auffallend ist dies beispielsweise in Spanien: Während Rekordpokalsieger Barcelona aus 43 Finalteilnahmen 32 Mal als Sieger hervorging, gelang dies dem Dauerrivalen Real Madrid in 41 Anläufen lediglich 20 Mal.

FC Bayern mit bester Siegquote in den nationalen Pokalendspielen

Die meisten Rekordsieger in den nationalen Pokalwettbewerben haben ebenso die beste Siegquote im Finale. Im deutschen Fußball ist dies auch so: Die Bayern gewannen bemerkenswerte 20 Mal bei insgesamt 24 Endspielteilnahmen – das sind über 83 Prozent der Partien. Auch die Bilanz von Werder von sechs Siegen bei zehn Endspielen ist stark (60%). Der BVB steht bei einer Siegquote von 50 Prozent, der Finalgegner aus Stuttgart übrigens bei passablen 57 Prozent (4 Siege/3 Niederlagen).

Mit den 83 Prozent des FC Bayern kann kein europäischer Rekordpokalsieger konkurrieren, nicht einmal der FC Vaduz in Liechtenstein (80 %). Dicht auf den Fersen ist Galatasaray Istanbul, welches bei ebenfalls 24 Finalteilnahmen nur einmal weniger siegreich war (79 %).

Weitere ausgewählte Final-Siegquoten: PSG (76 %), Barcelona (74 %), Austria Wien (73 %), Ajax Amsterdam (71 %), Piräus, Celtic (je 69 %), Juventus (68 %), Arsenal, Benfica (je 67 %).

Somit lautet die Frage vor dem Pokalfinale 2026 in Berlin: Treten die Bayern nach sechsjähriger Abwesenheit einmal mehr als „Endspielmonster“ an?

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