FCB-Coach Vincent Kompany durfte sein Team in Paris wegen einer Gelbsperre nicht wie gewohnt betreuen. Unmittelbar nach der Partie stimmte er es aber bereits auf das Rückspiel ein.
FCB-Cheftrainer Vincent Kompany saß beim spektakulären Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern (5:4) wegen einer Gelbsperre aus dem Madrid-Rückspiel auf der Pressetribüne. Wie die Sport Bild berichtet, saß er weit oben neben den Klub-Analysten Patrick Lieb und Giacomo Stey. Als der Schweizer Schiedsrichter Sandro Schärer das Spiel abgepfiffen hatte, machte sich der Belgier zusammen mit seinem Assistenten Rodyse Munienge sofort auf den Weg zur Münchner Mannschaftskabine.
Der 40-Jährige startete unmittelbar mit seiner Kabinenansprache an sein Team. Nationalspieler Aleksandar Pavlović gibt dazu Einblicke: „Er hat gesagt, dass er stolz auf uns ist – und darauf, wie wir zurückgekommen sind, was für eine Mentalität wir gezeigt haben, dass wir auch eine gute Energie im Spiel gehabt haben und dass wir auch ein gutes Spiel gemacht haben. Und er freut sich schon auf München!“
Mentalität als Basis für das Erreichen des CL-Endspiels
Besonders positiv erwähnt soll Kompany die Reaktion seiner Mannschaft nach dem 2:5-Rückstand in der 58. Minute haben: Dass sie sich nicht aufgab und sogar noch auf 4:5 herankämpfte, wird vom Coach als wichtiges mentales Signal gewertet: als Grundlage für die durchaus existierende Chance auf den Finaleinzug in der Königsklasse.
Anschließend äußerte Kompany aber auch Kritik, allerdings nicht an der manchmal nicht sattelfesten Defensive, sondern an zwei Entscheidungen des Referees. Beim Gegentor zum 1:2 in der 33. Minute, dem ein Eckball vorausgegangen war, meinte er bei Amazon Prime Video: „Es war keine Ecke. Natürlich müssen wir das besser verteidigen. Aber das sind so Details von diesen wichtigen Entscheidungen, die wir nicht bekommen haben, die uns dann in dieser Phase leider sofort ein Gegentor gekostet haben.“
Auch den von Alphonso Davies verursachten Handelfmeter kurz vor der Pause, den Ousmane Dembélé zum 3:2 verwandelte, hält Kompany für fragwürdig: „Den Elfmeter finde ich auch höchst diskutabel. Also von dem, was ich gesehen habe, sieht es so aus, als ob der Ball erst mal an den Körper geht und dann an den Arm. Und wenn das der Fall ist, dann ist es kein Elfmeter.“
Mit einem wie immer am Spielfeldrand engagierten Trainer sollten die Chancen der Bayern im Rückspiel in München noch einmal steigen, wenn es um die Qualifikation für das Endspiel in Budapest geht. Das Spiel im Parc des Princes von ganz oben zu erleben, bezeichnete Kompany später auf der PK als „eine Katastrophe – diese Erfahrung habe ich nicht genossen.“
