Schlotterbeck-Verlängerung in Dortmund mit „Bayern-Klausel“

Nach einer monatelangen Hängepartie hat Nationalspieler Nico Schlotterbeck seinen Vertrag beim BVB verlängert. Dieser Schritt verändert jedoch wenig an der Gesamtsituation.

Der Bundesliga-Zweite Borussia Dortmund hat stolz die Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck verkündet. Der 26-Jährige äußert dazu seine „riesige Freude“, als Grund für den langen Poker gibt er die große Bedeutung der Entscheidung an: „Ich habe immer gesagt, dass ich in mich hineinhöre und abwäge. Jetzt bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es der richtige Schritt in meiner Karriere ist, den Vertrag zu verlängern.“

Dabei ist ihm ein Coup gelungen, hat er sich doch trotz Kontraktverlängerung sämtliche zuletzt diskutierten Zukunftsoptionen offen gelassen. Aber auch Borussia Dortmund ist ein kleiner Gewinner des Deals: Obwohl weiterhin ein verhältnismäßig kurzfristiger Abgang des BVB-Abwehrchefs nicht ausgeschlossen werden kann, ist zumindest der ganz große Druck aus der Angelegenheit genommen worden. Denn ohne Verlängerung wäre die Borussia im Sommer unter Zugzwang gestanden – sofortiger Verkauf oder ein Jahr später ablösefreier Abgang.

FC Bayern bleibt – langfristig – im Rennen

Laut Information des kicker beinhaltet das neue Arbeitspapier des 25-fachen Nationalspielers eine Ausstiegsklausel, die im Bereich von 50 bis 60 Millionen Euro liegen soll. Diese soll ab Sommer 2027 greifen und nur für ausgewählte Topklubs gelten. Der spanische Mundo Deportivo berichtet dazu, dass neben Real Madrid und dem FC Barcelona auch der FC Bayern zu den Vereinen zählt, für welche diese Klausel aktivierbar ist. Das sind sämtliche Kandidaten, die in der jüngeren Vergangenheit mit dem 26-Jährigen in Verbindung gebracht wurden.

Laut übereinstimmenden Medienmeldungen war Schlotterbeck lange Zeit ein Thema an der Säbener Straße gewesen. Die FCB-Bosse hatten sich intensiv mit dem BVB-Abwehrchef beschäftigt. Allerdings galt dieses akute Interesse nur bis zur Unterschrift von Dayot Upamecano, mit dem es in München einen ähnlichen Poker gegeben hatte.

Aber auch der französische Vizeweltmeister besitzt in seinem neuen Kontrakt bis 2030 eine Ausstiegsklausel. Zudem wird immer wieder über einen möglichen Abgang des südkoreanischen Nationalspielers Minjae Kim berichtet. Der Verbleib beider Innenverteidiger bis zum Sommer 2027 gilt dennoch als ziemlich wahrscheinlich. Ab dann gilt die Schlotterbeck-Ausstiegsklausel…

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Bayern Total

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen