Das deutliche Signal des Bundestrainers an Bayern-Superstar Musiala

Jamal Musiala hat einen langen Leidensweg hinter sich, der noch nicht ganz beendet ist. Der FC Bayern wie nun auch Julian Nagelsmann senden dabei klare Signale an ihn.

Nach seiner schweren Unterschenkelverletzung, die er Anfang Juli 2025 bei der Klub-WM erlitten hatte, kämpfte sich Jamal Musiala mühsam zurück in den Kader des FC Bayern. Nach seinem 8-Minuten-Comeback beim 5:1-Auswärtssieg in Leipzig ging es Schritt für Schritt vorwärts für ihn. Drei Tore stehen mittlerweile auf seinem Konto – zwei in der Champions League, eins in der Bundesliga. Seine volle Leistungsfähigkeit konnte der 23-Jährige aber noch nicht abrufen.

Beim CL-Auswärtssieg des Rekordmeisters bei Atalanta Bergamo folgte dann der nächste Tiefschlag für den erklärten Unterschiedsspieler: Zur Halbzeit eingewechselt, traf er zum zwischenzeitlichen 6:0, in der Schlussphase der Partie musste er jedoch wieder das Spielfeld verlassen. Diagnose: Schmerzreaktion im Sprunggelenk.

Große Geduld und Vertrauen von Verein und DFB

Seitdem trainiert der 23-Jährige wieder nur individuell und musste infolgedessen auch die Testländerspiele gegen die Schweiz und Ghana absagen. Es wären seine ersten Spiele für die DFB-Elf nach einem Jahr Pause gewesen. Für ihn ein erneuter sportlicher wie mentaler Dämpfer. In dieser schwierigen Phase bekommt er jedoch eine auffällige Rückendeckung von Bundestrainer Julian Nagelsmann: Bei der Vergabe der Rückennummern für die anstehenden Länderspiele wurde Musialas Nummer 10 bewusst nicht vergeben.

Eine symbolische Geste, die Musiala eindeutig zeigt: Er bleibt weiterhin ein wichtiger Spieler der deutschen Nationalmannschaft. Wie auch bei Aleksandar Pavlović und dem jüngst angeschlagen abgereisten Jonas Urbig macht der Bundestrainer deutlich, dass er die Bayern-Stars gerne im Kader gehabt hätte, die Gesundheit jedoch speziell in dieser entscheidenden Saisonphase und mit Blick auf die anstehende WM höchste Priorität genießt.

Beim FC Bayern wie auch beim DFB bleibt man geduldig mit Musiala. Dieser soll behutsam wieder an sein Toplevel herangeführt werden. Beide senden ein eindeutiges Signal: Musialas derzeit missliche Situation ändert überhaupt nichts an seinem Standing. Der Glaube ist groß, dass der Spieler wieder vollkommen fit und auf sein Topniveau kommen wird – auch wenn das ein Geduldsspiel ist. Mittlerweile trainiert der 23-Jährige wieder individuell mit Ball auf dem Trainingsgelände des Rekordmeisters an der Säbener Straße.

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