Bei der Auswahl der deutschen Torhüter für die anstehende WM bekommt FCB-Keeper Jonas Urbig überraschend deutliche Unterstützung von einer BVB-Legende.
Die Spekulationen über den Kader der deutschen Nationalmannschaft nehmen spätestens seit den jüngsten Äußerungen von Bundestrainer Julian Nagelsmann erheblich an Fahrt auf. Eine heftig diskutierte Position ist spätestens seit der Verletzungsmisere von Marc-André ter Stegen die des Torwarts. Im Sport1-Doppelpass hat sich nun Ex-Nationalkeeper Roman Weidenfeller deutlich zur möglichen Torhüter-Hierarchie geäußert – und dabei nicht zuletzt Bayern-Torwart Jonas Urbig ins Spiel gebracht.
Der 22-Jährige ist beim FC Bayern eigentlich die Nummer zwei hinter Manuel Neuer, rückt aufgrund dessen immer häufiger auftretenden Verletzungen dank seiner tadellosen Leistungen immer stärker in den Fokus. Beim Rekordmeister sieht man Urbig perspektivisch als Nachfolger des fünffachen Welttorhüters. Möglicherweise schon zur neuen Saison.
Im Sport1-Doppelpass sprach sich BVB-Markenbotschafter Weidenfeller klipp und klar dafür aus, die Münchner Torwart-Hoffnung bereits für die WM in den USA, Mexiko und Kanada zu nominieren: „Ich würde Jonas Urbig mitnehmen zur Weltmeisterschaft, weil er das Alter und das Talent dazu hat, in Zukunft deutscher Nationaltorwart zu werden – aber nicht als Nummer eins für die WM“, so der Weltmeister von 2014 (allerdings ohne Einsatz).
Urbig für Weidenfeller langfristig die Nummer eins im DFB-Tor
Der ehemalige Torwart von Borussia Dortmund (2002-2018) sieht beim 22-Jährigen vor allem ein riesiges Entwicklungspotenzial und ist davon überzeugt, dass Urbig langfristig eine wichtige Rolle im DFB-Team spielen könnte.
Auch zur aktuellen Hierarchie im deutschen Tor hat Weidenfeller eine klare Meinung. Der 35-jährige Oliver Baumann steht für ihn eindeutig an der Spitze: „Nummer eins ist Baumann, klar. Dann Nübel und Urbig. Du kannst dich darüber streiten, ob du Urbig auf die Zwei packst und Nübel dahinter“, so der fünffache Nationalspieler.
Der zuletzt dauerverletzte Marc-André ter Stegen hat für die BVB-Legende dagegen „keine Chance“ mehr auf eine WM-Teilnahme. Dazu kam der 33-Jährige in der Hinrunde beim FC Barcelona viel zu selten zum Einsatz und konnte auch nach seinem Wechsel nach Girona kaum Spielpraxis sammeln.
Während Oliver Baumann für Weidenfeller aktuell als klarer Favorit auf die Nummer eins bei der WM 2026 gilt, könnte der 22-jährige Jonas Urbig schon bei der kommenden Europameisterschaft erstmals eine wichtige Rolle im DFB-Team spielen.
