Kompanys Gedanken zu Bayern-Gelbsperren gegen Dortmund

Auf der Spieltags-PK vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt hat FCB-Chefcoach Vincent Kompany den deutschen Klassiker bei Borussia Dortmund in einer Woche noch „nicht im Kopf“.

Den versammelten Medienvertretern erklärt der 39-jährige Belgier beim Pressetermin an der Säbener Straße: „Ich bin nur auf dieses Frankfurt-Spiel fokussiert. Es ist erst einmal sehr wichtig, dass wir gegen Frankfurt gewinnen. Es gibt in diesem Moment keine Hierarchie von Spielen. Die sind gleich wichtig für mich“, so Kompany vor der Partie am Samstagnachmittag gegen den Tabellen-Siebten.

Erzrivale Borussia Dortmund liegt vor dem 23. Bundesliga-Spieltag sechs Punkte hinter dem FC Bayern und spielt am Samstagabend im Topspiel bei RB Leipzig. Dazu der Bayern-Trainer: „Schauen wir mal, was an diesem Wochenende passiert. Auch Dortmund muss dieses Wochenende sein Spiel gewinnen. Also wir können nicht weiter schauen, das werden wir auch nicht machen“. Erst ab nächster Woche „können wir alle gemeinsam dieses Clásico-Gefühl genießen“.

Kompany will nicht „überschlau“ sein

Beim Rekordmeister sind Jonathan Tah, Joshua Kimmich und Leon Goretzka mit vier Gelben Karten belastet, die nächste Verwarnung würde eine Spielsperre bedeuten. So wird bereits seit Wochenbeginn spekuliert, ob Kompany mit Blick auf das Dortmund-Spiel am 28. Februar auf diese Spieler verzichten könnte. Der ehemalige Weltkasse-Innenverteidiger erteilt diesen Spekulationen aber eine Abfuhr: Er kenne „die Situation mit den Gelb-Sperren. Aber ob es jetzt eine Gelb-Sperre ist, eine Verletzung oder was auch immer: Man kann nicht alles planen. Die Gelb-Sperren sind für mich kein großes Thema. Wir müssen schlau sein, aber wir können auch nicht überschlau sein.“

Dass die Eintracht mit Albert Riera einen neuen Trainer hat, sieht Kompany ebenfalls entspannt. „Wir haben gerade gegen Werder gespielt, da war auch ein Trainerwechsel. Man muss mit dem planen, was man sehen kann. Wir haben gesehen, was Frankfurt in den letzten beiden Spielen gemacht hat und was der Trainer bei seinen vorherigen Mannschaften gemacht hat. Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass wir flexibel sind im Spiel. Wir haben viele Möglichkeiten, flexibel zu sein in den Spielen. Es kommt ein neuer Trainer, aber es sind die gleichen Spieler, und wir haben auch die gleichen Spieler. Wichtig ist, dass die Spieler ihre Leistung bringen.“

Sicher nicht gegen Frankfurt auflaufen kann Manuel Neuer. Der 22-jährige Jonas Urbig wird den verletzten FCB-Kapitän zum neunten Mal in dieser Spielzeit vertreten. Für Kompany stellt dies kein Problem dar. Man habe „von Anfang an Vertrauen gezeigt. Wir sind ruhig geblieben“, so der Trainer in Richtung Urbig. Und dieses Vertrauen habe der FC Bayern auch weiter, „egal was passiert“.

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