Uli Hoeneß liefert bei seinen Interviews mit seinen Aussagen häufig viel Diskussionsstoff, nicht selten sorgen diese aber auch für Klarheit. So auch bei den Kane-Gerüchten.
Seit seiner Verpflichtung im August 2023 ist Harry Kane der Superstar des FC Bayern. Wenig überraschend sorgt der Rekordtransfer der Münchner (knapp 100 Millionen Euro) dementsprechend von Beginn an für viele Diskussionen und Gerüchte. Seine überragenden Leistungen haben die Skeptiker und Kritiker des Deals schnell verstummen lassen, liefern aber regelmäßig viel Nährstoff für Spekulationen: Der Rekordmeister scheint abhängig von seinem Toptorjäger zu sein, was passiert, wenn dieser den Verein verlässt?
Eine zentrale Rolle spielt(e) dabei die in seinem Vier-Jahresvertrag verankerte Ausstiegsklausel, die es ihm ermöglichen würde, den FC Bayern frühzeitig zu verlassen. Laut übereinstimmenden Medienmeldungen hätte er diese im Wintertransferfenster 2026 ziehen müssen, um die Bundesliga im Sommer 2026 für kolportierte 65 Millionen Euro verlassen zu können. Dieses endete in den europäischen Top-Ligen am 2. Februar.
Auch wenn der englische Topstürmer in der Vergangenheit nicht ansatzweise angedeutet hatte, dass es ihn und seine Familie aus München wegziehen würde, konnte man an der Säbener Straße nach Ablauf dieser Frist dennoch leicht durchatmen. In Sachen Kane herrscht hundertprozentige Planungssicherheit.
Uli Hoeneß räumt beiläufig mit den „saudischen Gerüchten“ auf
Dann tauchten plötzlich Gerüchte auf, dass sich saudische Topvereine intensiv mit dem 32-Jährigen beschäftigen würden, das Interesse gar wechselseitig vorhanden wäre – und die Transferexperten fanden heraus, dass in der Saudi Professional League das Transferfenster erst Ende Februar schließen würde, Kanes Ausstiegsklausel dementsprechend erst einen Monat später enden würde. Muss sich folglich der FC Bayern doch noch Sorgen machen, dass seine Tormaschine früher als gedacht seine Zelte an der Säbener Straße abbricht?
Ehrenpräsident Uli Hoeneß sorgt nun in einem Interview mit der BILD eher beiläufig für absolute Klarheit. Bei diesem macht der 74-Jährige deutlich, dass er den Vertrag mit dem Engländer gerne verlängern würde – dabei aber aus gutem Grund keine Eile herrsche.
„Ja, das würde ich ganz klar machen. Harry ist ein Glücksfall für uns. Weil seine Ausstiegsklausel für Sommer 2026 ausgelaufen ist und sein Vertrag nun bis Sommer 2027 gilt, haben wir aktuell aber keinen Druck“, teilt der langjährige Manager und Präsident des FCB mit. Mit dieser Information werden sämtliche zuletzt aufgetauchten Gerüchte vom Tisch geräumt.
FCB-Sportvorstand Max Eberl hatte zuletzt erklärt, dass der Klub ständig Gespräche mit Kane führen würde, Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung hätte es aber noch keine gegeben. Kane selbst hatte sich in den vergangenen Monaten offen für eine Kontrakterweiterung gezeigt. Er befinde sich außerdem in absoluter Topform, was sein Interesse an der sportlich nicht erstklassigen Petro-Dollar-Liga derzeit gegen Null tendieren lassen sollte.
