Real Madrid sortiert Ex-Bayernstar David Alaba aus

Ex-FCB-Spieler David Alaba befindet sich bei Real Madrid auf Abschiedstournee. Der im Sommer auslaufende Vertrag des Österreichers wird nicht mehr verlängert.

Schon länger wird über einen Abschied von David Alaba aus Madrid gemunkelt, zwischenzeitlich tauchten immer wieder Gerüchte auf, er könnte zum FC Bayern zurückkehren. Dorthin wird ihn sein Weg als Aktiver jedoch nicht mehr führen, auch wenn der italienische Transferexperte Fabrizio Romano nun berichtet, dass die Königlichen definitiv die Entscheidung getroffen haben, seinen im Sommer auslaufenden Kontrakt nach fünf Jahren im Verein nicht mehr zu verlängern.

Alaba war im Sommer 2021 ablösefrei vom FC Bayern zu Real Madrid gewechselt. Vorausgegangen war ein heftiger monatelanger Streit zwischen den Vertretern des deutschen Rekordmeisters und dem Alaba-Berater Pini Zahavi um eine saftige Gehalterhöhung des 111-fachen österreichischen Nationalspielers. Uli Hoeneß bezeichnete Zahavi in diesem Kontext zum ersten Mal als „Piranha“. Profiteur dieses bitteren Münchner Szenarios wurde letztendlich Real Madrid.

Durch die Zwistigkeiten verbaute sich der bei Mitspielern und Fans sehr beliebte Österreicher den Status einer Vereinslegende beim FC Bayern. Viele Anhänger des Rekordmeisters sind noch heute wegen der damaligen Vorkommnisse wütend auf den mittlerweile 33-Jährigen, der über die U17, U19 und die Amateure des FCB schon als 17-Jähriger den Weg zu den Profis gefunden hatte. Dort wurde er unter anderem zehnmal Deutscher Meister und zweimal Triplegewinner.

Alaba nur kurze Zeit erfolgreich in Madrid, dann stoppen ihn Verletzungen

Auch bei den Königlichen war Alaba sofort Stammspieler (30 LaLiga-Spiele) und gewann in seiner ersten Spielzeit den dritten CL-Titel seiner Karriere. Diesen Status verlor er jedoch sehr schnell aufgrund zahlreicher Verletzungen. In seiner zweiten Real-Spielzeit lief er nur noch in 23 (von 38) Liga-Partien auf, 2023/24 in 14, 2024/25 gar nur in sieben. In der laufenden Saison steht er bei sechs Spielen mit kümmerlichen 99 Spielminuten, wettbewerbsübergreifend bei zehn Pflichtspielen mit 240 Minuten Einsatzzeit.

So ist es wenig verwunderlich, dass der 33-Jährige für eine neue Herausforderung offen ist. Bereits im Wintertransferfenster sollen zahlreiche Vereine aus der nordamerikanischen MLS Interesse an ihm bekundet haben, konkret wurde jedoch noch nichts. Bei der Weltmeisterschaft im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko hat Alaba mit der österreichischen Nationalmannschaft allerdings die Möglichkeit, sich den interessierten Klubs noch mal auf der größtmöglichen Bühne zu präsentieren.

Vielleicht folgt der populäre Österreicher (zehnmal Fußballer des Jahres und dreimal Sportler des Jahres in der Alpenrepublik) dann seinen früheren FCB-Kumpels Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller, die die MLS als geeignetes Ziel ausgewählt haben, um ihre Karriere ausklingen zulassen.

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