Trainerkollege begeistert von Vincent Kompanys „großem Charakter“

Seit seiner Rückkehr als Trainer in die Bundesliga im August 2024 hat sich Vincent Kompany zu einer Art „Everybody´s Darling“ entwickelt. Dies setzte sich auch gegen Hoffenheim fort.

Seit Vincent Kompany vor anderthalb Jahren als FCB-Cheftrainer in die Bundesliga zurückgekehrt ist, gab es wohl in der Öffentlichkeit noch niemanden, der nur ein böses Wort über den früheren Weltklasse-Innenverteidiger verloren hat. Die empathische Art des Belgiers kommt bei seinen Spielern, den Bayern-Bossen, Fans wie Medien sehr gut an. Gleiches gilt auch für seine Trainerkollegen. Das wurde am Sonntagabend beim Bundesliga-Topspiel zwischen dem FC Bayern und der TSG Hoffenheim einmal mehr offensichtlich.

Christian Ilzer und Vincent Kompany überhäuften sich nach Bayerns 5:1 gegen den Tabellendritten mit Nettigkeiten – und dies sogar, obwohl es in der ersten Hälfte wiederholt zu kleinen Scharmützeln zwischen den beiden Bänken gekommen war. Deshalb suchte Kompany noch vor dem Gang in die Halbzeitpause das Gespräch mit seinem Hoffenheimer Kollegen. „Dass er herkommt und das sofort mit mir bespricht, zeugt von seinem großen Charakter. Deswegen ist er ein Menschenfänger, deswegen ist er auch so erfolgreich“, schwärmte der TSG-Trainer nach der Partie von Kompany.

Kompany ein „krass guter Trainer“, der stets respektvoll auftritt

„Er ist genauso ein Gewinnertyp wie ich“, zwei sieglose Spiele lägen deshalb „bei ihm genauso im Herzen wie bei mir“, erklärte der Österreicher die zwischenzeitlich hochkochenden Emotionen auf beiden Seiten. Letztlich sei es aber nur um „ein paar Kleinigkeiten“ gegangen, „die wir ausgesprochen haben“. Kompany, mit dem er nach einer 0:5-Klatsche in München in der Vorsaison mal eine halbe Stunde zusammengesessen habe, „ist für mich schon ein krass guter Trainer, auch wie er mit anderen Trainern umgeht“.

Der FCB-Coach hat diese erste Begegnung mit Ilzer ebenfalls nicht vergessen, wie er ausführlich auf der Pressekonferenz nach der Partie mitteilte: „Man bekommt Respekt vor Menschen, wenn es mal schwierig ist. Letztes Jahr war es eine ganz, ganz schwierige Zeit für Hoffenheim“, umso mehr konnte er „die Art und Weise, wie er da war“, schätzen, so der 39-Jährige, als er nach dem 5:1 über Ilzers lobende Worte informiert wurde. Wie der Österreicher erst Sturm Graz zur Meisterschaft (gegen das schier übermächtige Redbull Salzburg) geführt habe und dies jetzt im Kraichgau wiederhole, ist für Kompany „einfach sehr beeindruckend“.

Von den Reibereien an der Seitenlinie in der turbulenten ersten Halbzeit bleibt bei beiden Trainern nichts hängen. Kompany dazu in seiner gewohnt besänftigenden Art: „Natürlich gehören ein bisschen Emotionen und unterschiedliche Meinungen dazu. Aber am Ende gibt es hauptsächlich Respekt.“

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Bayern Total

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen