FC Bayern geht mit voller Kapelle und viel Optimismus ins Topspiel gegen Hoffenheim

Mini-Krise? Beim FC Bayern wird das vor dem Bundesliga-Spiel gegen die TSG Hoffenheim nicht so empfunden. Stattdessen geht man voller Vorfreude und einem kompletten Kader in die Partie.

Der Vorsprung des FC Bayern auf Verfolger Borussia Dortmund ist in der Bundesliga auf sechs Punkte geschrumpft, wichtige Spieler fehlten in der Woche vor dem Topspiel gegen den Tabellen-Dritten aus Hoffenheim im Training, zuletzt Kapitän Manuel Neuer mit einem Magen-Darm-Virus. Dennoch versprüht FCB-Chefcoach Vincent auf der Spieltags-PK großen Optimismus, nicht zuletzt deswegen, weil ihm offenbar auch zur Überraschung der anwesenden Medienvertreter – zum ersten Mal in dieser Saison – der komplette Kader zur Verfügung steht.

Der Belgier: „Alle sind wieder da. Wenn es so läuft, wie ich glaube, wird Manu heute trainieren und dann haben wir alle zur Verfügung. Harry war am Anfang der Woche krank. Aber die Jungs sind fit. Die Energie im Training war top. Wir haben die Trainingswoche auch mal genossen.“

Der FC Bayern geht immer hungrig in die Spiele

Auf die Frage, ob der Ehrgeiz seiner Mannschaft durch die neue Situation und angesichts der Tatsache, dass mit der TSG Hoffenheim die „Mannschaft der Stunde“ (fünf BL-Siege in 2026) nach München kommt, noch einmal größer ist, antwortet der 39-Jährige: „Es ist der gleiche Hunger. Wir hatten sieben Spiele in 20 Tagen. Den Hunger haben wir seit dem 1. Januar gezeigt, auch in den ersten Spielen mit den Ergebnissen. Wenn du aber so viele Spiele, auch auswärts, hast, ist so eine Woche wie jetzt mal gut. Dann kann man das auch genießen. Wir konnten uns vorbereiten. Nächste Woche haben wir wieder drei Spiele in sechs Tagen, aber danach haben wir drei Wochen so wie jetzt.“

Die zuletzt größere Anzahl an Gegentoren – nur in einer der sieben Partien 2026 blieb man ohne Gegentor – beunruhigt Kompany keineswegs. Die Leistung seiner angeblich schwächelnden Defensive ordnet er ein: „Meine Rolle ist, auf alles genau zu schauen. Dass wir viele Tore machen, ist Teil meiner Rolle, dass wir möglichst keine Gegentore kassieren, ist Teil meiner Rolle. Wir kassieren nicht gerne Gegentore, trotzdem sind wir weiterhin die beste Verteidigung in Deutschland.“

Der FCB-Cheftrainer führt weiter aus: „Wir müssen die Balance finden, dass wir es besser machen wollen, aber auch, dass es keiner besser macht als wir. Wir müssen es im Kontext sehen, ob es an der Vielzahl der Spiele liegt, oder ob es strukturell ist. Wir versuchen immer, alles proaktiv anzugehen. Wir haben 74 Tore geschossen, da gehört auch die andere Seite dazu. Das muss aber im akzeptablen Rahmen sein. Es ist nicht schwarz oder weiß.“

Besondere Vorfreude: Die Bayern „können Spitzenspiel“

Auf das Topspiel gegen die TSG Hoffenheim freut sich der Belgier, vor allem in dem Bewusstsein, dass der FC Bayern „Spitzenspiel kann“. Sämtliche Punktverluste in der Bundesliga stammen aus Partien mit Gegnern aus den unteren Tabellenregionen.

Über die Kraichgauer, die bislang die beste Saison ihrer BL-Geschichte absolvieren: „Es ist eine läuferische starke Mannschaft, mit einer guten Mischung unterschiedlicher Profile. Sie haben viel Aktivität. Wir haben immer gezeigt, wenn eine Mannschaft diese Intensität bringen will, sind wir dabei und machen ein gutes Spiel. Ich finde es immer gut, wenn die gegnerische Mannschaft diese Intensität bringt. Das ist auch für die Fans gut. Das bringt das Beste aus dem Spiel. Wir haben Bock auf dieses Spiel, weil es eine Stärke von uns, aber auch von ihnen ist.“

Der ebenfalls an der Pressekonferenz teilnehmende FCB-Sportvorstand Max Eberl stimmt der Einschätzung des Trainers ohne Einschränkung zu: „Wir haben Lust auf das Spiel gegen die TSG, die für mich die Überraschungsmannschaft ist. Letztes Jahr war es sportlich schwierig für sie. Sie kommen wie der Phönix aus der Asche, haben eine sehr gute Mannschaft zusammengestellt. Wir freuen uns auf ein richtig gutes Spiel gegen einen richtig guten Gegner.“

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