Zaragoza-Deal mit der Roma wird für den FC Bayern zur Lösung

Bryan Zaragoza gilt als eines der größten Missverständnisse der jüngeren FCB-Transfer-Geschichte. Ein neuer Deal könnte nun dennoch zu einem Happy End führen.

Der FC Bayern hat für einen seiner größten Transfer-Flops der vergangenen Jahre offensichtlich doch noch eine wirtschaftlich saubere Lösung gefunden. Der spanische Nationalspieler Bryan Zaragoza verlässt LaLiga-Klub Celta de Vigo vorzeitig und wird an die AS Rom weiterverliehen – ein Deal, der sich für alle Beteiligten auszahlen soll, nicht zuletzt auch für den deutschen Rekordmeister.

Als der FC Bayern Bryan Zaragoza als Leihspieler im Winter 2024 vorzeitig vom FC Granada verpflichtet hatte, waren die Erwartungen in ihn sehr hoch. Der 1,64 Meter kleine Tempodribbler galt als ideale Ergänzung für die Offensive des Rekordmeisters. Zahlreiche Verletzungen und eine vom damaligen Trainer Thomas Tuchel als Erklärung angeführte Sprachbarrierre ließen den damals 22-Jährigen jedoch nie richtig beim FCB ankommen.

insgesamt rund 17 Millionen Euro mussten die Verantwortlichen an der Säbener Straße letztendlich für Zaragoza an den FC Granada überweisen. Sportlich ging diese Rechnung jedoch nie auf. Zaragoza kam in München lediglich auf sieben Pflichtspiele (alle unter Tuchel), blieb ohne Torbeteiligung und sollte auch unter Vincent Kompany keine Rolle spielen. So war bereits nach einem halben Jahr klar, dass der Spanier beim FC Bayern keine Perspektive hat.

Auch kein Zaragoza-Durchbruch bei den Leihen in Pamplona und Vigo

Es folgten Leihen zurück nach Spanien, zunächst im Sommer 2024 zu CA Osasuna in Pamplona, im Sommer 2025 zu Celta de Vigo. Auch dort blieb Zaragoza jeweils dauerhaft hinter den Erwartungen zurück. Beim aktuellen Tabellen­-Siebten der La Liga pendelte der 24-Jährige zwischen Startelf und Joker-Rolle, erzielte in 26 Pflichtspielen lediglich zwei Tore und bereitete vier weitere vor.

Dennoch scheint das Interesse an Zaragoza in Europas Topligen ungebrochen. Wie nun unter anderem SkyBILD und Transfer-Experte Fabrizio Romano berichten, hat sich die AS Rom die Dienste des Offensivspielers gesichert. Der Wechsel soll noch am Deadline Day über die Bühne gehen, zwischen Spieler, Klubs und Beratern besteht Einigkeit. Der Spieler befindet sich bereits in der italienischen Hauptstadt, um den Deal abzuschließen.

Für den FC Bayern könnte sich dieser Transfer als überraschend lukrativ erweisen. Zunächst zahlt die AS Rom eine Entschädigung an Celta Vigo für den vorzeitigen Abbruch der Leihe. Anschließend übernimmt der Serie-A-Klub – wie zuvor Celta – das komplette Gehalt von Zaragoza. Zudem fließt eine Leihgebühr in Höhe von rund drei Millionen Euro nach München, exakt jener Betrag, den zuvor auch Celta an den FCB überwiesen hatte.

Neuer Roma-Deal beinhaltet bessere Konditionen für den FC Bayern

Auch die integrierte Kaufoption spricht aus Sicht des FC Bayern für eine finanziell gute Lösung. Während Celta Vigo eine Kaufoption über zwölf Millionen Euro besaß, soll diese bei der Roma nun sogar bei rund 13,5 Millionen Euro liegen. Nach BILD-Informationen würde sich diese Klausel sogar in eine Kaufpflicht umwandeln, sollte Zaragoza mindestens 50 Prozent der möglichen Einsatzminuten in den verbleibenden Saisonspielen absolvieren.

Der Vertrag des dreifachen Nationalspielers läuft beim FC Bayern noch bis zum Sommer 2029. Dennoch deutet seit längerem alles darauf hin, dass eine Rückkehr nach München ausgeschlossen sein dürfte. Sportlich spielt der Spanier keinerlei Rolle in den Planungen der Vereinsverantwortlichen, womit ein fester Verkauf wirtschaftlich die sinnvollste Lösung wäre.

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