Die Matthäus-Top-Elf der Hinrunde: Bayern-Dominanz und Überraschungen

Wie üblich wird nach dem Ende der Bundesliga-Hinrunde eine Zwischenbilanz gezogen. Auch Rekord-Nationalspieler Matthäus beteiligt sich daran und nominiert seine Top-Elf.

Der FC Bayern hat die 63. Hinrunde in der Bundesliga-Historie mit bemerkenswerten Rekorden abgeschlossen: Die Mannschaft von Cheftrainer Vincent Kompany egalisierte die 47 Punkte der Guardiola-Bayern von 2013/14, toppte aber deren Torverhältnis (44:9) auf sensationelle Weise: 66:13 Tore – nie erzielte ein Bundesligist in einer Halbserie annähernd so viele Treffer und konnte mit einer Netto-Bilanz von plus 53 konkurrieren. Angesichts der elf Punkte Vorsprung auf den Tabellen-Zweiten Borussia Dortmund scheint die Meisterschaft bereits entschieden.

Ex-Bayern-Spieler Lothar Matthäus nominierte nun für seinen Sender Sky seine Top-Elf der Hinrunde – und hatte dabei durchaus Überraschungen parat. Wenig überraschend ist, dass darin sechs Profis des FC Bayern aufgeführt werden. Der Weltmeister von 1990 meint dazu sogar: „Aufgrund ihrer Dominanz könnte eigentlich die gesamte Elf der Hinrunde aus Spielern des FC Bayern bestehen. Doch es gibt auch Profis in anderen Mannschaften, die herausragende Leistungen gezeigt haben. Spieler, die mit ihren Vereinen nicht immer so im Vordergrund stehen, die es schwerer haben als die Bayern, sich aber eine Nominierung verdienen.“

Die Matthäus-Top-Elf 

Gregor Kobel (Borussia Dortmund) – Konrad Laimer, Dayot Upamecano (beide Bayern), Edmond Tapsoba, Alex Grimaldo (beide Leverkusen) – Joshua Kimmich (Bayern), Christoph Baumgartner, Yan Diomande (beide RB Leipzig), Michael Olise, Luis Díaz – Harry Kane (alle Bayern).

Während die Nominierung des Schweizer Keepers Kobel nachvollziehbar ist, kommen die zwei Defensiv-Spieler von Bayer Leverkusen in der Top-Elf durchaus unerwartet. Die Abwehr der Werkself wirkte in der Hinrunde häufiger keineswegs sattelfest und erhielt in 16 Spielen 24 Gegentore: Kein Topwert (zum Vergleich der FCB: 13 in 17 Partien). Nico Schlotterbeck aus der Abwehr herauszulassen ist sicherlich eine Überraschung, ihn nannte Matthäus aber gemeinsam mit Bayerns Jonathan Tah als weitere Optionen für diese Position.

In der Offensive dominiert natürlich der FC Bayern: Die 66 Tore, von welchen die nominierten Kane, Olise und Díaz die Mehrzahl erzielten, sind ein eindeutiges, nicht zu ignorierendes Argument. Auffällig: Der FCB-Mittelfeldmotor Kimmich ist der einzige deutsche Spieler in der Matthäus-Elf, die dagegen mit Laimer und Baumgartner zwei Österreicher enthält.

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