Hasan Salihamidžić könnte bald wieder in der Bundesliga auftauchen. Nach seinem Aus beim FC Bayern im Mai 2023 wird der Ex-Sportvorstand bei einem Traditionsklub gehandelt
Hamburg – Nach aktuellen Informationen der Sport BILD gehört der Bosnier beim Hamburger SV zum Kandidatenkreis für die Nachfolge von Stefan Kuntz. Demnach wurde die Personalie Salihamidžić bereits im Aufsichtsrat der Hanseaten diskutiert. Eine Entscheidung ist bislang nicht gefallen, doch die Chancen des 49-Jährigen sollen nicht so schlecht stehen.
Der HSV war der erste deutsche Klub, bei dem Salihamidžić als Flüchtling des Balkankriegs 1992 als 15-Jähriger untergekommen ist. Zwischen 1992 und 1995 spielte er im Nachwuchs des ehemaligen Bundesliga-Dinos, ab 1995 kam er dort in insgesamt 72-BL-Spielen (19 Tore) bei den Profis zum Einsatz. 1998 wechselte er dann zum FC Bayern, wo er bis 2007 die erfolgreichste und längste Station seiner Profi-Karriere verbrachte. Der Fanliebling gewann neben sechs Meisterschaften und vier Pokalsiegen 2001 auch die Champions League und den Weltpokal mit dem Rekordmeister.
Zuletzt war Salihamidžić von 2020 bis 2023 als Sportvorstand beim deutschen Rekordmeister tätig., nachdem er zuvor bereits drei Jahre lang das Amt des Sportdirektors bekleidet hatte. Im Mai 2023 wurde er jedoch freigestellt, nachdem er gemeinsam mit FCB-CEO Oliver Kahn in einer turbulenten Saison unter anderem den überstürzten Trainerwechsel von Julian Nagelsmann zu verantworten hatte. Seitdem ist es ruhig um den 49-Jährigen geworden.
Wird der Ex-FCB-Sportvorstand der Nachfolger von Stefan Kuntz?
Beim HSV ist die Führungsposition nach dem überraschenden Aus von Stefan Kuntz vakant. Anfang Januar hatten die Hamburger die sofortige Trennung verkündet. Zuerst war noch von „persönlichen familiären Gründen“ die Rede, später stellte der Bundesliga-Aufsteiger jedoch klar, dass „Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens von Stefan Kuntz“ zur Auflösung des Vertrags geführt hätten.
In einem offiziellen Statement erklärten die Hanseaten: „Nach sorgfältiger Prüfung und der Erkenntnis, dass die Vorwürfe glaubhaft sind, hat der Aufsichtsrat umgehend entschieden, eine schnellstmögliche Trennung von dem Vorstandsmitglied anzustreben. Aufgrund der expliziten Bitte der betroffenen Personen hatte bei der Trennung der Schutz der Betroffenen oberste Priorität, die auch weiterhin anhält.“
Nun sucht man an der Elbe eine neue sportliche Leitung. Eine Entscheidung pro Hasan Salihamidžić würde ein spektakuläres, in der Form nicht erwartetes Comeback in die Bundesliga bedeuten – sicherlich an alter Wirkungsstätte auch von großen Emotionen geprägt.
