Die überraschenden Planungen der Bayern-Bosse für die linke Außenbahn

Während im Winter beim FC Bayern keine Transfers geplant sind, loten die Sport-Bosse offensichtlich längst die Notwendigkeiten und Möglichkeiten für den Sommer aus.

Obwohl es beim Rekordmeister scheinbar aufgrund der hervorragenden Leistungen kaum Argumente für einen Handlungsbedarf in der Offensive gibt, sollen sich laut Sky-Informationen FCB-Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund für den Transfer-Sommer 2026 gerade dort bereits umschauen.

Die Mannschaft von Chefcoach Vincent Kompany spielt sich in dieser Saison regelmäßig in einen Rausch und zerlegt ihre Gegner in beeindruckender Regelmäßigkeit. Zuletzt musste der VfL Wolfsburg mit einer 1:8-Klatsche, welche die höchste Niederlage des Werksvereins in seiner BL-Geschichte (seit 1997) bedeutete, die Heimreise aus München antreten. Trotz der gewaltigen Offensivpower des FC Bayern scheinen Eberl und Freund aber überzeugt zu sein, dass weitere Verstärkung notwendig ist, um langfristig auf höchstem Niveau agieren zu können.

Mehr Entlastung für den „Vielspieler“ Luis Díaz

Wie Sky berichtet, steht dabei besonders die linke Außenbahn im Fokus. Mit Luis Díaz verfügt der Rekordmeister dort zwar über einen absoluten Unterschiedsspieler, trotzdem sehen die Verantwortlichen an der Säbener Straße genau hier eine strukturelle Schwachstelle. Denn dem kolumbianischen „Dauerspieler“ fehlt es an echter Entlastung. Ein langfristiger Ausfall von Díaz könnte Vincent Kompany erhebliche Probleme bereiten, da Alternativen mit einem vergleichbarem Profil und Level im aktuellen Kader nicht vorhanden sind.

Unabhängig von der angestrebten Vertragsverlängerung mit dem deutschen Nationalspieler Serge Gnabry steht laut Sky fest, dass man beim FC Bayern einen zusätzlichen Flügelspieler verpflichten will. Dabei wird der Rekordmeister medial zwar mit zahlreichen Spielern in Verbindung gebracht, intern sollen sich aber zwei klare Favoriten herauskristallisiert haben: Der Leipziger Yan Diomande und der Kölner Said El Mala.

Beide zählen neben Lennart Karl zu den absoluten Shootingstars in der Bundesliga und erfüllen das erforderliche Profil für die linke Außenbahn. Dabei zählen beide Youngster keineswegs zu den Schnäppchen, beide werden von ihren Vereinen mit stattlichen Ablösesummen versehen: Für den 19-jährigen Kölner steht eine Ablöse zwischen 40 und 50 Millionen Euro im Raum, der gleichaltrige Ivorer Diomande könnte sogar noch teurer werden: RB Leipzig soll erst ab einer Summe von über 60 Millionen Euro gesprächsbereit sein.

Die Verantwortlichen des FC Bayern sollen diese gewaltigen Preisschilder nicht abschrecken, sie handeln in dem Bewusstsein, dass eben Qualität auf dem Transfermarkt ihren Preis hat – insbesondere auf den Flügelpositionen. Ziel ist es, die offensive Durchschlagskraft langfristig abzusichern und zugleich flexibler auf Ausfälle reagieren zu können.

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