Nacht acht Jahren beim FC Bayern wechselte Robert Lewandowski im Sommer 2022 zum FC Barcelona. Nun vergleicht er in einem Podcast-Gespräch die beiden Top-Vereine.
Der 37-jährige polnische Toptorjäger spricht im Podcast High Performance über die Unterschiede zwischen dem FC Barcelona und dem FC Bayern wie auch über sein nicht mehr allzu fernes Karriereende. Obwohl der siebenfache Torschützen-König der Fußball-Bundesliga seinen Leistungszenit nicht zuletzt wegen einer zunehmenden Verletzungsanfälligkeit wohl bereits überschritten hat, trifft er immer noch sehr regelmäßig für die Katalanen (Neun Tore in 14 LaLiga-Partien)
Lewandowski erklärt im Podcast, dass es durchaus einige signifikante Unterschiede zwischen Barcelona und den Bayern gibt. Dabei bezieht er sich vor allem auf die Zusammensetzung der Kader: „Beim FC Bayern war die Mentalität anders, weil wir erfahrenere, härtere Spieler hatten. Als ich beim FC Barcelona unterschrieben habe, sah ich viele junge Spieler, die strenger mit sich selbst sein mussten.“
Lewandowski in Barcelona mit neuer ungewohnter Aufgabe
Als Neuzugang bekam er 2022 eine spezielle Aufgabe zugewiesen: „Der Klub sagte mir außerdem, dass sie jemanden wie mich brauchen, der ihnen zeigen kann, dass es nicht reicht, ein oder zwei oder drei Wochen an der Spitze zu stehen, und dass das, was man im Kraftraum macht, wichtig ist – dass es wichtig ist, jeden Tag hart zu arbeiten“.
Lewandowski vergleicht auch die heutige Fußballer-Generation mit der zu seinen frühen Bundesligazeiten (bei Borussia Dortmund): „Aber als ich sie besser kennenlernte, begann ich auch, von ihnen zu lernen. Ich merkte, dass ihnen diese Art von Verhalten nicht gefiel, und sah auch, dass sie den Fußball sehr gut verstehen. Ich glaube, dass wir vor vielen Jahren – in dem Alter, in dem die Spieler von Barcelona heute sind – den Fußball nicht so gut verstanden haben, wie sie ihn heute verstehen. Empathie, alles, was den Fußball umgibt – das hat mir ebenfalls sehr geholfen.“
Ein sehr baldiges Karriereende scheint für den 37-Jährigen noch kein Thema zu sein. Dabei gibt der polnische Rekordnationalspieler (Tore und Spielanzahl) zu, dass er dafür noch keinen genauen Plan hat: „Als ich jung war, habe ich darüber nicht nachgedacht, weil ich nur Fußball im Kopf hatte – Fußball, Fußball und Fußball. Aber jetzt weiß ich, dass ich dem Ende meiner Karriere sehr nahe bin. Ich weiß nicht, ob in ein, zwei, drei Jahren … vielleicht vier, ich weiß es nicht. Aber ich spüre keinen Druck“.
