Wechsel zum FC Bayern? Der überraschende Rat von Matthäus für Schlotterbeck

Der FC Bayern möchte gerne mit Dayot Upamecano verlängern, Borussia Dortmund mit Nico Schlotterbeck. Lothar Matthäus bewertet nun die Situation des Innenverteidigers der DFB-Elf.

Es ist noch nicht so lange her, dass sich der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus einen Wechsel des BVB-Profis Nico Schlotterbeck zum FC Bayern sehr gut vorstellen konnte – und dies selbst für den Fall, dass die Verantwortlichen des Rekordmeisters mit dem französischen Vizeweltmeister Dayot Upamecano verlängern werden. Nun scheint sich die Meinung des 64-Jährigen etwas geändert zu haben. Seine Argumente überraschen dabei durchaus.

Derzeit kursieren zahlreiche Gerüchte, dass Max Eberl & Co. gesteigertes Interesse daran hätten, den 26-Jährigen an die Säbener Straße zu locken, nicht einig sind sich die Spekulationen jedoch, ob dies nur für den Fall eines Abgangs von Upamecano der Fall wäre. Der 23-jährige Nationalspieler selbst zögert mit einem Bekenntnis zum BVB, lehnt aktuell eine vorzeitige Verlängerung seines bis 2027 laufenden Kontrakts bei den Borussen ab. Der Wunsch der Verantwortlichen in Dortmund ist dagegen, ihn noch lange im Verein zu binden.

Ex-Bayernspieler Lothar Matthäus fand nun in der Sendung Sky90 – Die Fußballdebatte klare Worte zu einem möglichen Wechsel des Dortmunder Abwehrchefs zum deutschen Rekordmeister und riet Schlotterbeck teilweise sogar davon ab, an die Säbener Straße zu wechseln: „Sagen wir mal so: Das ist schon einer der besten Innenverteidiger, die wir in Deutschland haben, und ich glaube, es hängt viel mit Upamecano zusammen. Wenn Upamecano bleibt – mit Tah – dann wird es für Nico Schlotterbeck sehr schwer, bei Bayern Stammspieler zu werden. Aber soweit sind wir nicht.“

Ex-Bayernspieler Matthäus rät Schlotterbeck zu Verbleib in Dortmund

Der Weltmeister von 1990 kann derzeit nicht nachvollziehen, warum sich Schlotterbeck immer noch nicht zum BVB bekannt hat und rät dem Innenverteidiger von einem Wechsel nach München ab, für den Fall, dass die Bayern den Vertrag von Dayot Upamecano verlängern würden. „Ich weiß nicht, was Nico vorhat. In Dortmund hat er seine Position, ich weiß nicht, auf was er wartet – wahrscheinlich dann noch auf Angebote aus England –, aber wenn Bayern München mit Upamecano klar kommt, dann würde ich Nico nicht unbedingt raten, zu Bayern München zu gehen, weil dann wird er erstmal hinten anstehen.“

Interessant dabei ist nicht zuletzt die Einschätzung des 64-Jährigen, was das Potenzial von Schlotterbeck angeht. Er traut ihm nicht zu, an seinem Teamkollegen in der Nationalelf vorbei zu kommen. Matthäus zieht dabei auch nicht ins Kalkül, dass der BVB-Star vier Jahre jünger als Tah ist und dass beim gewaltigen Pensum von Topmannschaften mindestens drei gleichwertige Innenverteidiger gebraucht werden. Dabei könnte er auch Minjae Kim ins Spiel bringen, der aktuell beim Rekordmeister ins Hintertreffen gerät.

Außerdem wird spätestens seit dem BVB-Pokal-Aus gegen Leverkusen darüber berichtet, dass Schlotterbeck seine bislang titellose Profi-Karriere endlich bei einem Klub krönen möchte, bei dem Titelerfolge wahrscheinlicher sind als in Dortmund. Beim deutschen Rekordmeister in München würde er an eine derartige Adresse gelangen.

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