Die UEFA-Gruppenphase für die WM-Qualifikation geht am 18. November zu Ende. Wenn es planmäßig läuft, haben sich dann alle Bayern-Nationalspieler für die WM 2026 qualifiziert.
Die Anzahl der Nationalspieler des FC Bayern, die sich mit ihren Nationalmannschaften für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada qualifiziert haben, wird immer größer. Nachdem zuvor bereits die anderen Kontinente ihre Qualifikations-Gruppen abgeschlossen haben, tun dies nun auch die Europäer.
Als Erster war natürlich der derzeit auf sein Comeback hinarbeitende Alphonso Davies durch die Gastgeberrolle Kanadas qualifiziert. Es folgten Minjae Kim (Südkorea) und Hiroko Ito (Japan) in der asiatischen Qualifikation, beide Nationen sind seit Jahrzehnten Stammgäste bei Fußball-Weltmeisterschaften. Genauso souverän für das Weltturnier haben sich Luis Díaz mit Kolumbien als Dritter der CONMEBOL-Gruppe (vor Brasilien!) und Nicolas Jakson mit dem Senegal in Afrika qualifiziert.
Keine Probleme in der Qualifikation für europäische Topnationen
Frühzeitig in Europa haben sich Harry Kanes Engländer in der UEFA-Quali-Gruppe K u.a. gegen Albanien und Serbien durchgesetzt. Der Vize-Europameister weist eine lupenreine Statistik von acht Siegen und 22:0 Toren, acht davon vom FCB-Torjäger, auf. Ebenso wenig Mühe hatte Frankreich in der Gruppe D mit der Ukraine, Island und Aserbaidschan. So wenig, dass beim abschließenden 3:1 in der früheren Sowjetrepublik sogar Superstar Kylian Mbappé und die Stammspieler Michael Olise und Dayot Upamecano geschont werden konnten.
Auch Josip Stanišić` Kroaten sind vor ihrer abschließenden Partie in Gruppe L in Montenegro bereits für die WM, die erstmals mit 48 Teams ausgetragen wird, souverän qualifiziert. Die Tschechen müssen als Zweiter dagegen in die Play-Offs. Das wollen die Deutschen heute in ihrem letzten Gruppenspiel in Leipzig gegen die Slowakei auf alle Fälle vermeiden. Dabei reicht Jonathan Tah, Leon Goretzka, Aleksandar Pavlović, Serge Gnabry und hoffentlich auch Joshua Kimmich & Co. trotz der 0:2-Schlappe im Hinspiel in Bratislava ein Unentschieden.
Ein Muss-Sieg für Deutschland, Laimers Österreich mit Remis zufrieden
Ein Remis sollte aber keineswegs das deutsche Ziel sein. Nicht nur, weil man trotz mäßiger Leistungen zuletzt hoher Favorit ist und es immer gefährlich ist, auf so ein Ergebnis zu spielen: Die in der zu aktualisierenden FIFA-Weltrangliste noch vor Deutschland auf Rang 9 liegenden Italiener haben mit ihrer 1:4-Blamage gegen Norwegen den Weg frei gemacht, dass die Nagelsmänner trotz aller möglichen dubiosen FIFA-Qualifikationsänderungen mit einem Sieg in den Lostopf 1 gelangen. Somit würde man bei der WM ein Aufeinandertreffen mit den absoluten Topnationen nicht nur in den Gruppenspielen, sondern wohl auch mindestens noch im Sechzehntelfinale vermeiden können.
Darüber würden sich wohl auch der noch verletzte FCB-Supertechniker Jamal Musiala und die möglichen WM-Kandidaten aus der U21, Tom Bischof und Lennart Karl, freuen. Ob Manuel Neuer tatsächlich noch einmal ein N11-Comeback bei der WM feiern wird, wird aktuell heftig diskutiert. Im Falle einer WM-Qualifikation Österreichs ist dies beim FCB-Mentalitätsspieler Konrad Laimer dagegen – wenn er verletzungsfrei bleibt (was allen Spielern zu wünschen ist) – sicher. Austria benötigt dafür – wie der große Nachbar – ebenfalls noch ein Unentschieden bei der Partie in Wien gegen Bosnien und Herzegowina.
Die deutsche und die österreichische Nationalmannschaft können die FCB-WM-Quali-Bilanz also perfekt machen: Kein Münchner Nationalspieler müsste dafür – wie z.B. die Italiener – in die Play-Offs. Die sind nicht nur sportlich gefährlich, sondern auch das Verletzungsrisiko ist in solchen Partien besonders hoch: Diese finden im März statt, wie in diesem Kalenderjahr, als sich Davies und Upamecano bei derartigen Spielen ihre schweren Knieblessuren zugezogen haben.
PS: Auch Tottenham-Leihspieler João Palhinha, dessen FCB-Abgang im nächsten Sommer offensichtlich noch nicht zu hundert Prozent sicher scheint, konnte sich mit Portugal für das Turnier qualifizieren, ebenso wie Sommerabgang Nestory Irankunda mit Australien. Für den 19-Jährigen, der aktuell beim FC Watford zu überzeugen weiß, besitzen die Bayern laut neuesten Informationen eine sehr günstige Rückkaufklausel.
Upa, Harry & Stani bereits qualifiziert: Die deutschen Teamkollegen und Konny wollen noch nachziehen.
