„Lieber ein bisschen Druck“: Der FC Bayern vor dem Pokal-Spiel in Köln

Der FC Bayern ist deutscher Rekordpokalsieger, aber seit dem Triple 2020 ohne Endspielteilnahme. Vincent Kompany äußert sich vor dem Spiel in Köln zur Situation.

Der Hunger im Verein, aber auch bei den Bayernfans auf den 21. DFB-Pokalsieg ist riesengroß. Nicht wenige von ihnen äußern vor der Zweitrunden-Partie beim Tabellen-Achten der Bundesliga, dem 1. FC Köln, aber auch Skepsis und große Bedenken: Ein Ausscheiden würde die Rekordserie von 13 Pflichtspielsiegen zum Saisonstart quasi nichtig machen, dieses Pokalspiel wäre die bislang wichtigste Partie der Spielzeit. Der Druck auf den Rekordmeister scheint gewaltig zu sein.

FCB-Coach Vincent Kompany äußerte sich auf der Spieltags-PK dazu in seiner gewohnt ruhigen Weise: „Man spürt immer, dass der Pokal etwas Besonderes ist. Ich habe es immer lieber, wenn wir ein bisschen Druck haben. Das hat bisher nie einen schlechten Impact auf meine Mannschaft gehabt. Ich habe immer das Gefühl, wenn die Leistung stimmt, haben wir eine große Chance in die nächste Runde zu kommen oder drei Punkte zu holen. Daher stört mich der Druck nicht.“

Dass ein Weiterkommen in Köln eine „Pflichtaufgabe“ wäre, verneint der Belgier. Denn: „Fußball bleibt immer Fußball. Aber den Wunsch von einem Pokalfinale haben nicht nur die Fans, sondern wird auch bei uns gelebt.“

Sport-Direktor Christoph Freund gibt auf derselben Veranstaltung ergänzend zu Protokoll: „Der Hunger ist sehr groß, jeder freut sich drauf. Es ist ein Knock-out-Spiel, alle haben den Wunsch, wieder nach Berlin zu kommen – aber Berlin ist noch weit weg, es geht erst einmal um die nächste Runde. Dann schauen wir weiter.“

Vincent Kompany mit großem Vertrauen in seine Mannschaft

Manuel Neuer fehlt bekanntermaßen aufgrund seiner Sperre aus der vergangenen Saison nach dem Platzverweis beim Achtelfinal-Ausscheiden gegen Bayer Leverkusen und wird durch Jonas Urbig ersetzt. „Ansonsten sieht es“ laut Kompany „gut aus, wir haben Raphaël Guerreiro ganz fit zurück, Josip Stanišić und Serge Gnabry sind auch wieder dabei. Der Kader ist so, wie er sein muss, um in diese drei kommenden Spiele zu gehen.“

Wie gewohnt lässt sich der FCB-Coach bei der Aufstellung nicht in die Karten schauen, betont aber ausdrücklich, dass er in jeden einzelnen Spieler seines Kaders Vertrauen hätte: „Gesetzt ist niemand, das Wort hat im Fußball wenig Bedeutung. Jeder verdient sich Minuten über seine Leistung. Wir haben so viele Spieler, da ist es logisch, dass der eine oder der andere Spielminuten bekommt.“

Der 39-Jährige konkretisiert: „Serge Gnabry hat es gut gemacht bisher, ist dann ausgefallen. Ich habe zu Nicolas Jackson eine andere Meinung als das Kollektiv – aber klar, wenn man Tore schießt, muss man keine Diskussion mehr führen. Ich bin der Meinung, er hat uns schon viel geholfen. Und Lennart Karl hat uns das Magische mitgebracht als junger Spieler – die Lockerheit und die Tore. Das ist alles gut für uns. Nur: Wer spielt gegen Köln? Das werden wir morgen sehen. Aber man hört, dass ich alle Spieler schätze.“

Ein Kommentar zu “„Lieber ein bisschen Druck“: Der FC Bayern vor dem Pokal-Spiel in Köln”

  1. Morgen erwartet uns sicher ein spannendes Spiel. Ich freue mich schon darauf. Hoffen wir, dass unser ‚Pokalfluch‘ vorbei ist.

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