Spektakulärster CL-Spieltag der Geschichte mit Happy End für FC Bayern?

Die UEFA Champions League ist der größte Titel im weltweiten Vereinsfußball. Nicht immer bietet sie aber ein derartiges Spektakel wie am gestrigen Dienstag – mit direkten Auswirkungen für den FC Bayern.

Durch die zunächst viel kritisierte Reform der CL-Vorrunde, die Umwandlung von acht Vierergruppen in eine Ligaphase mit 36 Mannschaften, die jeweils viermal zuhause und auswärts antreten, wollte die UEFA mehr Spannung schaffen, hat aber auch die Voraussetzung für mehr Spektakel kreiert. Speziell nun am ersten Abend des 3. Spieltags 2025/26: In den neun Partien fielen insgesamt 43 Tore. Das ist ein neuer Spieltags-Rekord für einen CL-Abend. Im Durchschnitt wurden gestern 4,8 Treffer pro Partie erzielt.

Hätten sich Kairat Almaty und der FC Paphos (Bayerns Kontrahent beim jüngsten 5:1-Auswärtssieg) keine Nullnummer gegönnt, wäre die bisherige Bestmarke von 41 Treffern vom November 2024 sogar noch deutlicher überboten worden. Dabei hagelte es allein in den beiden Duellen mit deutscher Beteiligung 15 Tore. PSG war beim 7:2-Sieg in Leverkusen die treffsicherste Mannschaft des Abends. Borussia Dortmund rehabilitierte sich für die 1:2-Bundesliga-Pleite beim FC Bayern mit einem 4:2-Erfolg in Kopenhagen.

Die Tatsache, dass die Bestmarke für einzelne Spieltage nach der CL-Reform nun schon zweimal innerhalb eines Jahres pulverisiert wurde, geht dabei natürlich auch auf die eine zusätzliche Partie pro Spieltag zurück. Dennoch ist ein Schnitt von fast fünf Toren pro Partie (bei sogar einer Nullnummer) außergewöhnlich. Und dies hat auch direkte Folgen für den FC Bayern, wenn dieser weiterhin das Ziel verfolgen sollte, auch den dritten CL-Spieltag als Spitzenreiter zu beenden.

FC Bayern bleibt nur mit eigenem Torfestival Tabellenführer

Vor dem gestrigen Torfestival schien die Chance des deutschen Rekordmeisters relativ groß, die Tabellenführung verteidigen zu können. Vincent Kompanys Truppe führte aufgrund des besten Torverhältnisses (8:2) eine Sechsergruppe mit je zwei Siegen an. Die Hürde FC Brügge schien dabei eine der leichteren zu sein. Durch den überraschenden 7:2-Kantersieg hat Titelverteidiger PSG seine Trefferbilanz nun aber auf 13:3 pulverisiert, auch Inter Mailand (4:0 in Saint Gilloise, 9:0 Tore) und der FC Arsenal (4:0 gegen Atlético Madrid; Gesamtscore 8:0) fuhren hohe Siege ein.

Will der FC Bayern in zwei Wochen ausgerechnet zu Paris Saint-Germain als Tabellenführer anreisen, muss er dem FC Brügge heute Abend mindestens fünf Tore einschenken. Damit würde er womöglich auch dazu beitragen, dass die alte Bestmarke des gesamten 5. Spieltags 2024/25 (67 Tore) übertroffen wird. Für den deutschen Rekordmeister geht es dabei zusätzlich um den Ausbau des Saisonstart-Europarekords von bislang elf Pflichtspielsiegen bei 40:9 Toren.

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