Rekord-Bayern: Toni Kroos prognostiziert ein Problem

Weltmeister Toni Kroos zeigt sich beeindruckt vom überragenden Saisonstart des FC Bayern, warnt den Rekordmeister aber vor einem drohenden Problem.

Der FC Bayern stellt zum Saisonstart einen Rekord nach dem anderen auf und überrrollt dabei regelmäßig seine Gegner. So ist der frühere FCB-Spieler Toni Kroos (2006-2014) auch absolut überzeugt davon, dass sein Ex-Verein die deutsche Meisterschaft 2025/26 sehr frühzeitig einfahren wird. Gleichzeitig sieht die deutsche Fußball-Legende jedoch ein beträchtliches Problem auf den Rekordmeister zukommen. 

In der Bundesliga ist der FC Bayern scheinbar ohne jegliche Konkurrenz mit einem Rekord (sechs Siege, 25:3 Tore) in die Spielzeit gestartet. Und das wird laut Kroos auch so bleiben. In seinem Podcast „Einfach mal Luppen“ prognostiziert er: „Ich habe es als Spieler immer gehasst, wenn man gesagt hat: Dieses Jahr werdet ihr einfach Meister. Trotzdem glaube ich, dass Bayern dieses Jahr im März, spätestens im April Meister wird. Ich weiß auch, dass man das als Spieler nicht immer gerne hört, aber es ist nunmal so. Es ist dieses Jahr einfach offensichtlich. Sie sind zu weit weg vom Rest“.

Kroos sieht keinen ernsthaften BL-Gegner für Bayern – dies aber als Nachteil

In der Bundesliga, führt Kroos weiter aus, gebe es für den FC Bayern definitiv keinen dauerhaft ernsthaften Gegner. „Sie werden auch mal ein Spiel verlieren, aber in der Konstanz ist kein Gegner da. Nicht auf dem Platz und auch keiner, der sie lange in der Tabelle fordert.“

Mit dieser grundsätzlich sehr verlockenden Aussicht ist laut dem 35-Jährigen, der seine erfolgreichsten Karriere-Jahre von 2014 bis 2024 bei Real Madrid (Titelbild) verbrachte, allerdings auch ein nicht zu vernachlässigendes Risiko verbunden, denn: Vor den entscheidenden Spielen in der Champions League werden die Bayern in der Liga eben „nicht diesen Test haben können“.

Daher müsse der Rekordmeister die großen Spiele in der Ligaphase der Königsklasse (Bayern ist nach zwei Spieltagen Tabellenführer) auch „brutal gut nutzen, weil das erst nachher im Viertelfinale wiederkommt. An den Wochenenden werden sie das dieses Jahr nicht haben“. Wenn die richtig großen Gegner dann kommen werden, „muss man schauen, wie es da aussieht“, so der sechsfache CL-Sieger (einmal Bayern, fünfmal Madrid). 

Grundsätzliche traut Kroos dem FC Bayern zu, am Ende der Saison den begehrten Henkelpott in die Höhe zu stemmen. Das wird seiner Meinung nach aber nur mit einem funktionierenden Kollektiv klappen. „Als Team sind sie gefestigter, aber wenn man die Qualität der Einzelspieler sieht, sehe ich zum Beispiel den FC Barcelona oder auch andere Mannschaften weiter vorne. Für Bayern wird es nur als Team gehen, wenn sie weit kommen wollen.“

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