Eberls Einschätzung zu Neuzugang Jackson nach Startelf-Debüt

Nicolas Jacksons Leihvertrag beim FC Bayern wurde erst am Deadline Day des Transfersommers fixiert. So fehlt noch die Bindung zu seinen Teamkollegen. Kein Grund zur Beunruhigung beim Rekordmeister.

Wer erst ganz am Ende eines Transferfensters zum neuen Verein stößt, wenn die Saison längst angelaufen ist, hat sehr wenig Zeit zur Integration. So ist es kaum verwunderlich, dass auch Nicolas Jackson auf dem Spielfeld noch mit seinen Mannschaftskollegen des FC Bayern fremdelt.

FCB-Debüt nach nur zwei Trainingseinheiten

Der 24-Jährige kam am sog. „Deadline Day“ des Sommertransferfensters als dringend benötigte Alternative für die Offensive vom FC Chelsea an die Säbener Straße. Bindung kann Jackson bislang kaum haben, da er nach der Unterschrift unter die einjährige Leihe sofort zur Nationalmannschaft des Senegals abreiste. Nach der Rückkehr und lediglich zwei Trainingseinheiten debütierte er nach der Halbzeit für 45 Minuten gegen den HSV (5:0). Gegen seinen Ex-Klub FC Chelsea (3:1) brachte ihn Trainer Vincent Kompany zum CL-Auftakt erst in der Nachspielzeit.

Beim 4:1-Auswärtssieg in Hoffenheim folgte dann Jacksons Premiere in der Startelf – als vorderste Spitze. Ein taktischer Kniff, den Kompany zukünftig des Öfteren wählen könnte, speziell solange Jamal Musiala noch fehlt. Denn Harry Kane kann statt als Mittelstürmer auch eindrucksvoll als Zehner agieren, von dort das Spiel machen und trotzdem Tore schießen, wie er n Hoffenheim dreifach bei seiner insgesamt herausragenden Leistung bewiesen hat.

Fehlende Integration Jacksons bei Startelf-Debüt

Dagegen war der 21-fache senegalesische Nationalspieler im Sinsheimer Stadion noch nicht so richtig ins FCB-Spiel integriert: In einer Stunde Spielzeit zog er zwar beachtliche 18 Sprints an, kam aber lediglich auf 15 Ballkontakte, gewann lediglich zwei von sechs Zweikämpfen und brachte von sieben Pässen fünf an den Mitspieler. Werte, die sich in den kommenden Wochen verbessern sollen. Denn an Möglichkeiten wird es gewiss nicht mangeln.

„Noch mehr möglich“, Bereitschaft absolut vorhanden

FCB-Sportvorstand Max Eberl gibt sich bei der Einschätzung der Situation völlig relaxed und grundsätzlich zufrieden: „Die Zeit ist relativ kurz, man merkt, dass die Bindung noch fehlt. Wir erwarten immer Bereitschaft, die hat er auch an den Tag gelegt“. Der Münchner Sportboss ergänzt aber abschließend: „Auch er erwartet mehr von sich. Ich glaube, da ist auch noch mehr möglich.“

Dies kann Jackson schon in der nun folgenden englischen Woche demonstrieren. Beim Dreierpack Werder Bremen beim Freitagabend-Heimspiel in der Bundesliga, Pafos FC am nächsten Dienstag in der Champions League und bei Eintracht Frankfurt am Samstag darauf im BL-Topspiel dürfte Jackson aufgrund des nicht zu breiten Bayernkaders zumindest einmal wieder in der Startelf eingesetzt werden.

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