Endet das Palhinha-Kapitel beim FC Bayern früher als gedacht?

João Palhinha wechselte im Sommer auf Leihbasis vom FC Bayern zu Tottenham Hotspur. Dort überzeugte er auf Anhieb, was Konsequenzen haben könnte.

Während er beim FC Bayern nie richtig Fuß fassen konnte, kam der portugiesische Nationalspieler João Palhinha bei seinem Leihverein Tottenham Hotspur bislang in jedem der fünf Premier-League-Spiele der laufenden Saison zum Einsatz, viermal sogar in der Startformation.

Bei seinen Liga-Einsätzen für die Londoner gelang dem Mittelfeldspieler beim Sieg gegen Manchester City sogar ein Treffer. Die Offensive ist dennoch nicht der Aspekt seines Spiels, der den 30-Jährigen so wertvoll macht. Kein anderer Spieler der Premier League absolvierte in dieser Saison mehr Zweikämpfe als der Portugiese. So verwundert es kaum, dass Spurs-Coach Thomas Frank sein großer Befürworter ist.

Palhinha-Fixverpflichtung durch Tottenham bereits im Winter?

Laut TBR Football haben die Verantwortlichen von Tottenham Hotspur gar schon beschlossen, Palhinha auf alle Fälle langfristig zu halten. Im kommenden Sommer hätten sie eine Kaufoption in Höhe von 27 Millionen Pfund (knapp 31 Millionen Euro), um Palhinha fest von den Bayern zu verpflichten. Aber möglicherweise kommt es schon früher als gedacht zum endgültigen Bayern-Abschied. Bereits in der Wintertransferperiode soll die Kaufoption von Harry Kanes Ex-Klub gezogen werden, was das Kapitel FC Bayern für Palhinha endgültig beenden würde

Aufgrund der Leihe mit Kaufoption war das Ende der Zeit des Mittelfeldspielers an der Säbener Straße schon absehbar. Dabei hätte Palhinha bereits ein Jahr früher nach München kommen sollen: Im Sommer 2023 war er kurz vor einem Wechsel zum deutschen Rekordmeister gestanden, der damalige Trainer Thomas Tuchel wollte unbedingt eine „Holding-Six“, also einen Mittelfeldspieler, der hauptsächlich auf die Defensive bedacht ist.

Erster Palhinha-Deal geplatzt, beim zweiten Mal passt er nicht mehr ins FCB-System

Der Transfer hatte sich jedoch auf dramatische Weise am Deadline Day zerschlagen und Palhinha musste trotz bestandenem Medizinchecks in München zum FC Fulham zurückkehren. Ein Jahr später wurde dieser Transfer nachgeholt, allerdings war der heutige englische Nationaltrainer zu diesem Zeitpunkt nicht mehr an der Säbener Straße tätig. Bei seinem Nachfolger Vincent Kompany passte er nicht mehr ins Spielsystem, der Belgier setzte im Zentrum neben Joshua Kimmich lieber auf Leon Goretzka und Aleksandar Pavlović.

Somit könnte das Missverständnis zwischen dem FC Bayern und dem 36-fachen portugiesischen Nationalspieler schon früher als erwartet enden– bereits im Winter, aber wohl spätestens im nächsten Sommer. Das beste Szenario für alle Seiten.


Titelbild: Eines der bitteren Palhinha-Kapitel in München: Der (zu) harte Platzverweis gegen Bochum.

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