Der FC Bayern ist mit dem 3:1 über Klub-Weltmeister Chelsea glänzend in die Champions-League-Saison gestartet. Ein Blick auf die Tabelle könnte die Freude ein bisschen trüben.
Kurz nach der Auslosung für die Ligaphase der Fußball-Königsklasse Ende August gab es Informationen von Computer-Auswertungen, wonach die dem FC Bayern zugelosten acht Gegner die schwierigste Konstellation eines der 36 teilnehmenden Vereine wäre. Blickt man auf die Tabelle nach dem ersten Champions-League-Spieltag, könnte sich die künstliche Intelligenz bereits bestätigt fühlen.
Zukünftige FCB-Liga-Gegner an der CL-Tabellenspitze
Hätte nicht Eintracht Frankfurt, übrigens am 4. Oktober Auswärtsgegner des FC Bayern in der Bundesliga, Galatasaray Istanbul nach argen Startschwierigkeiten mit 5:1 überrollt, wären nun vier Ligaphasen-Gegner des Rekordmeisters ganz oben in der CL-Tabelle: Paris Saint-Germain nach dem 4:0 über Atalanta Bergamo – der FCB trifft am 4. November im Prinzenpark auf den Titelverteidiger, FC Brügge (4:1 über AS Monaco mit Eric Dier; 22.10. München), Sporting Lissabon (4:1 über Almaty; 9.12. München) und der belgische Meister Union Saint-Gilloise (3:1 in Eindhoven; 21.1. München).
Außerdem gewann der FC Arsenal souverän mit 2:0 bei Ajax Amsterdam (26.11. London) und der nächste Gegner Paphos FC (30.9. auf Zypern) überraschte beim 0:0 bei Olympiakos Piräus, obwohl er ab der 25. Spielminute in Unterzahl agieren musste. Einzig die PSV Eindhoven mit Paul Wanner, der Abschlussgegner der Ligaphase am 28. Januar, enttäuschte bei der 1:3-Auftakt-Heimpleite. Das war Feyenoord Rotterdam aber vor einem Jahr auch gegen Leverkusen (0:4) passiert, Bayern verlor dennoch 0:3 und damit die Top-8 aus den Augen.
Top-8 das feste Ziel des FC Bayern
Allerdings wird der FC Bayern die ersehnten Top-8 in der CL-Gruppenphase, für die es laut Chefcoach Vincent Kompany sechs Siege oder alternativ fünf Siege und ein, zwei Unentschieden braucht, trotz dieser Konstellation weiter fest im Auge behalten. Der 3:1-Triumph über den Klub-Weltmeister FC Chelsea war dabei ein erstes Statement, wenn man zusätzlich noch beachtet, dass der amtierende UEFA Conference League Gewinner seit einem Vierteljahr keines seiner elf Spiele (nur zwei Unentschieden) verloren hatte.
Obwohl fast alle gelosten FCB-Gegner beeindruckend in die Königsklasse gestartet sind, gehen die Münchner mit Ausnahme der Auswärtsspiele in Paris und London als Favorit in die Partien und sollten dabei (dreifach) punkten. Entführt man zusätzlich bei PSG und Arsenal noch den einen oder anderen Punkt, ist sogar die absolute Tabellenspitze in Reichweite – was ganz sicherlich auch das Ziel von Kompanys Bayern ist. Als der Gruppenspezialist der Champions League des letzten Jahrzehnts absolut nachvollziehbar.
