Sammer überrascht mit Champions-League-Prognose zum FC Bayern

Der FC Bayern wird vor dem Start in die Ligaphase der Champions League von vielen Experten nicht mehr zu den Topfavoriten gezählt. Matthias Sammer hat eine andere Meinung.

Selbst Uli Hoeneß hat die Aussichten des FC Bayern auf den Gewinn der Champions League jüngst mit den Titelchancen der TSG Hoffenheim in der Bundesliga verglichen. Ob er das wirklich ernst gemeint hat, sei dahingestellt. Matthias Sammer, der ehemalige Sportvorstand des FC Bayern (2012-2016), sieht seinen Ex-Verein dagegen trotz der finanziellen Übermacht der Premier League als Titelkandidaten.

Der 58-jährige Prime-Video-Experte beziffert die FCB-Chancen auf den Henkelpott: „Für mich sind es vier, fünf Top-Favoriten in dieser Runde und dazu gehört Bayern München. PSG ist Champions-League-Sieger geworden, aber die hatten keine größere Qualität als zum jetzigen Zeitpunkt der FC Bayern“.

Hoeneß und Sammer einig: Bundesliga darf nicht klein beigeben

Zustimmung bekommt Sammer von Mats Hummels. Auch der Weltmeister von 2014 rechnet in der Königsklasse mit seinem Ex-Klub. Für ihn gehöre Bayern zwar nicht „zu den ein, zwei Top-Favoriten, aber sie kommen direkt dahinter. Sie sind deswegen absoluter Anwärter auf den Sieg“. Außerdem sei der Rekordmeister gerade in der Champions League „immer zur Stelle. Vor allem in den frühen Runden, in der Gruppenphase und in den Achtelfinals lassen die Bayern gefühlt nichts anbrennen. Und ab dann ist eh alles möglich.“

Grundsätzlich traut Sammer allen vier deutschen Klubs zu, die K.o.-Runde zu erreichen, auch Eintracht Frankfurt trotz einer Hammerauslosung. Die Hessen haben allerdings laut dem Europameister von 1996 „keinen Welpenschutz mehr: Sie haben jetzt genug Erfahrung, eine stabile Führung und einen stabilen Trainer. Sie kommen vielleicht nicht unter die ersten Acht, aber sie werden weitergehen.“ Neben der Eintracht und dem FC Bayern wird die Bundesliga noch von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen in der Champions League vertreten.

Sammer selbst hatte zuletzt die Entwicklung im deutschen Fußball kritisiert. Bei den Diskussionen um die Dominanz der englischen Premier League, die für neue Spieler so viel Geld ausgegeben hat wie noch nie, ist der Ex-BVB-Spieler dagegen auf einer Wellenlänge mit Uli Hoeneß.

„Wir müssen unseren eigenen Weg finden. Ich habe es immer geliebt, aus scheinbar ausweglosen Situationen etwas Gutes zu kreieren. Das sollte unser Motto sein“. Man dürfe „nicht kapitulieren. Es gibt genug Reserven, die wir aufbieten können, um uns zu stabilisieren und auch zu verbessern – mit den Klubs, aber auch Richtung Nationalmannschaft.“

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