Die Leihe von Nicolas Jackson kommt den FC Bayern sehr teuer. Aber auch der Spieler verzichtete auf Geld, um den Deal letztlich zu ermöglichen.
Für die aufgrund der Offensiv-Abgänge von Thomas Müller, Leroy Sané und Kingsley Coman dringend notwendig gewordene Verpflichtung von Nicolas Jackson musste der FC Bayern viel Kritik wegen des Deals, vor allem der rekordverdächtigen Höhe der Leihgebühr, einstecken. Wie nun aber die BILD berichtet, hat auch der senegalesische Nationalspieler auf einen Teil der Summe verzichtet, die ihm beim Wechsel vom FC Chelsea zum deutschen Rekordmeister zugestanden wäre. Um welchen exakten Betrag es sich dabei handelt, geht aus dem Bericht nicht hervor. Das Zugeständnis machte der Angreifer demnach in der letzten, entscheidenden Verhandlungsrunde.
Jacksons unbedingter Wille zum FCB zu wechseln
Zunächst hatten sich die beiden Vereine auf einen Wechsel auf Leihe geeinigt, bei dem der FCB für ein Jahr 15 Millionen Euro als Leihgebühr an die Londoner gezahlt hätte. Nicolas Jackson reiste daraufhin zusammen mit seinem Berater am vergangenen Wochenende nach München. Doch der FC Chelsea ließ den Deal fast zeitgleich mit dem Flug aufgrund der im Premier League Spiel gegen den FC Fulham erlittenen Verletzung von Stürmer Liam Delap platzen. Kurz später forderten die Verantwortlichen der Blues einen Fix-Verkauf oder eine Leihe mit Kaufpflicht.
Statt wie von seinem Verein angeordnet zurückzureisen, blieb der 24-Jährige jedoch mit seinen Beratern in München und so kehrten die beiden Klubs zum Verhandlungstisch zurück. Letztlich einigte man sich auf eine Leihgebühr von 16,5 Millionen Euro inklusive einer Kaufpflicht in Höhe von 65 Millionen Euro, die allerdings mit einer stattlichen, schwer zu erreichenden Anzahl an Einsatzminuten verbunden ist.
Jackson überzeugte die FCB-Verantwortlichen charakterlich
Das finanzielle Zugeständnis von Jackson hat laut BILD letztlich zum Durchbruch bei den Gesprächen der Klubverantwortlichen „entscheidend“ beigetragen – möglicherweise wären die Chelsea-Forderungen an die Bayern noch höher gewesen und der Deal infolgedessen geplatzt.
FCB-Sportvorstand Max Eberl zeigte sich nach dem Vertragsabschluss am Deadline Day sehr erleichtert. „Es waren alle Gefühlswallungen dabei. Zwischen Freude, totale Enttäuschung, aber wir haben den Glauben nie verloren“, sagte er gegenüber Vereinsmedien: „Wir haben zusammen gestanden, wir als Gruppe beim FC Bayern, aber eben auch mit der Gruppe von Nico zusammen.“ Der absolute Wille der Jackson-Seite, nicht zuletzt die Beharrlichkeit, vermittelte dem FCB letztendlich auch, den richtigen Spieler mit entsprechendem Charakter verpflichtet zu haben.
