Wohl Umdenken beim FCB-Aufsichtsrat: „Auf ein Weltklasse-Projekt eingestellt“

Nicolas Jackson steht nun doch unmittelbar vor einem Wechsel zum FC Bayern. Die neuen Vertragsmodalitäten deuten auf eine erhebliche Kursabweichung im Verein hin.

Noch am Sonntagabend schien der Jackson-Deal des FC Bayern geplatzt, heute sind die Gespräche mit dem FC Chelsea wieder aufgenommen worden. Nach übereinstimmenden englischen Medienberichten haben die Verhandlungen an Fahrt aufgenommen, die Rahmenbedingungen sollen quasi feststehen. Angedacht ist nun ein Leihgeschäft mit Kaufverpflichtung. The AthleticGiveMeSport und der Telegraph berichten diesbezüglich einstimmig von „positiven Gesprächen“ zwischen den Klubs. Auch Sky bestätigt dies mittlerweile.

Wettbewerbsfähigkeit des FCB wichtiger als strikter Sparkurs

Dieser Schritt ist zwar bemerkenswert, letztendlich aufgrund der ernsten Situation wohl aber auch alternativlos. Die bisherige Vorgabe des Aufsichtsrat um Uli Hoeneß, dass man zum Abschluss des Sommertransferfensters lediglich Leihen mit Kaufoption tätigen dürfe, um finanzielle Risiken zu minimieren, musste ad acta gelegt werden. Eine verpflichtende Klausel bei Nicolas Jackson ist somit ein deutliches Zeichen, dass der Aufsichtsrat in der entstanden misslichen Situation zugunsten der Wettbewerbsfähigkeit des FCB-Kaders umgedacht hat. Es ist kaum anzunehmen, dass Sportvorstand Max Eberl dabei einen nicht autorisierten Alleingang unternehmen wird.

Dabei galt der Deal nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Chelsea-Talent Liam Delap eigentlich als gescheitert. Die Verantwortlichen des amtierenden Klubweltmeisters pochten auf eine Rückkehr des Stürmers. Nun kommt es offensichtlich erneut zu einer Kehrtwende, weil die Londoner mit Marc Guiu einen anderen Leihspieler frühzeitig zurückgeholt hatten. Auch das englische Sky Sports berichtet, dass Bayern kurz davor steht, sich auf das geforderte Modell mit Verpflichtung einzulassen.

Jackson-Seite: Nach großer Frustration nun Hoffnung auf „Weltklasse-Projekt“

Der 24-jährige Senegalese und sein Umfeld können nun wieder auf Vollzug hoffen. Berater Ali Barat erklärte zuvor gegenüber Transferexperte Fabrizio Romano: „Nico war bereit. Bayern war bereit. Wir waren alle auf ein Weltklasse-Projekt eingestellt. Dass die Einigung im letzten Moment zurückgezogen wurde, ist zutiefst frustrierend. Aber wir geben nicht auf.“

Und weiter: „Ich werde mit allem, was ich habe, kämpfen, damit Nicos nächster Schritt seinem Talent, Ehrgeiz und dem gemeinsam entwickelten Plan gerecht wird. Wir hoffen, dass Chelsea Liam Delaps unglückliche Verletzung kompensieren kann.“

Auch gegenüber Sky äußerte sich Barat: „Ja, es stimmt, wie Sky berichtete. Der Deal ist gestern Abend geplatzt. Seit heute verhandeln die Vereine wieder. Wir hoffen auf eine Lösung, denn Nicolas Jackson steht bereit für den FC Bayern. Wir kämpfen bis zum Schluss für diesen Deal.“ Ein diesbezügliches Happy End erscheint nun wieder im Bereich des Möglichen zu sein.


Titelbild: Jackson als UEFA Conference League Sieger mit dem FC Chelsea, mit dem FC Bayern darf es auch gerne die Champions League sein 😉

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Bayern Total

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen