Heftige Kritik an Max Eberl: Aber wie sehen die Bayernbosse seine Arbeit?

Nach der heftigen öffentlichen Kritik der letzten Wochen wird Sportvorstand Max Eberl beim FC Bayern vor der anstehenden Aufsichtsratssitzung der Rücken gestärkt.

Nachdem jüngst „FCB-Chefkritiker“ Didi Hamann wieder einmal eine Breitseite auf Max Eberl abgefeuert hat, dabei unter anderem seine Ablösung durch den Frankfurter Sportboss Markus Krösche forderte, bekommt der Sportvorstand von der Chefetage an der Säbener Straße Unterstützung. Dort wird seine Arbeit wesentlich positiver bewertet.

Die SportBILD berichtet aktuell, dass die Stimmung im Aufsichtsrat vor der nächsten Sitzung am 25. August sehr positiv gestimmt ist. Besonders Ehrenpräsident Uli Hoeneß soll betont haben, dass Eberls Arbeit in der Öffentlichkeit mehr Wertschätzung verdient, auch Präsident Herbert Hainer gilt als sein Befürworter. Die (Transfer-)Erfolge der letzten Wochen sprechen für den 51-Jährigen.

Eberls entscheidende Anteile an den Deals von Díaz und Palhinha

Bei der Verpflichtung des Kolumbianers Luis Díaz hielt Eberl laut SportBILD den Kontakt zum Vermittler Christian Wein, während CEO Jan-Christian Dreesen mit dem Agentur-Mitbesitzer Raul da Costa verhandelte. Der FCB-Sportvorstand soll zudem derjenige gewesen sein, der den Kontakt mit dem FC Liverpool aufnahm. Dreesen führte dann die Gespräche mit LFC-Sportdirektor Richard Hughes zu Ende. Der Deal wird als Teamerfolg betrachtet, an dem Eberl einen ganz entscheidenden Anteil hatte.

Auch beim Wechsel des Portugiesen João Palhinha, der im System von FCB-Coach Vincent Kompany keine Rolle spielte, war Eberl die treibende Kraft. Die Verhandlungen mit dem Sportdirektor von Tottenham Hotspur, Johan Lange, führten zu einer Leihgebühr von bis zu sieben Millionen Euro. So konnte der portugiesische Nationalspieler auch von der Gehaltsliste gestrichen werden.

Woltemade und Tah: Eberls wichtiger Einfluss

Im Transferpoker um Nick Woltemade war es Eberl, der als Erster bei Stuttgarts Sportdirektor Fabian Wohlgemuth angerufen hatte. Dreesen übernahm später Gespräche mit VfB-CEO Alexander Wehrle. Parallel sprach Eberl mit Berater Danny Bachmann und erzielte eine Einigung mit dem Spieler selbst. Zwei Münchner Angebote wurden bisher abgelehnt – doch Woltemade soll weiterhin fest entschlossen sein, zum Rekordmeister zu wechseln.

Ein weiterer Erfolg, der laut SportBILD Eberl angerechnet wird: Der lange vorbereitete Transfer von Jonathan Tah. Schon im Sommer 2024 hatte Eberl den Deal eingeleitet. Als es damals nicht zur Einigung gekommen war, hielt er stets Kontakt zu den Beratern des Nationalspielers – nun konnte der Deal abgeschlossen werden.

Teamplayer Eberl vor längerem FCB-Engagement

Die sportliche Leitung des FC Bayern arbeitete in den vergangenen Wochen laut SportBILD sehr erfolgreich als Team. Dabei sollen Sportvorstand Eberl, CEO Dreesen und Sportdirektor Christoph Freund bis zu drei Transfersitzungen oder Videokonferenzen täglich abgehalten haben.

Entgegen zuletzt anderslautenden Meldungen sollte somit Max Eberl, der zudem prächtig mit Coach Kompany harmoniert, noch länger als FCB-Sportvorstand fungieren. Er galt bereits vor seinem Amtsantritt im März 2024 sehr lange als Wunschkandidat von Hoeneß & Co. für diese Position.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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