Großes Bayern-Comeback dank Luis Díaz: Der kassiert dafür aber Shitstorm

Aufgrund der Absage von Florian Wirtz wurde dem FC Bayern bereits die „Strahlkraft“ im internationalen Geschäft aberkannt. Neuzugang Luis Díaz rückt dieses Missverständnis zurecht.

Nach der unerwarteten Absage des großen Wunschspielers Florian Wirtz wurden die Verantwortlichen des FC Bayern mit Kritik, Hohn und Spott überhäuft. Weitere angebliche Absagen von Nico Williams, Bradley Barcola und sogar Jamie Gittens, der in Dortmund eine schwache Rückrunde gespielt hatte, wurden als eindeutiges Indiz gewertet, dass der „Stern des Südens“ am sinken ist. Für viele Experten stand (wieder einmal) fest: Der deutsche Rekordmeister hat seine „Strahlkraft“ verloren.

Von wegen viele Absagen: Díaz sehr schnell der „FCB-Wunschspieler“

Schon auf der Pressekonferenz zur Präsentation von Luis Díaz hat Max Eberl verkündet, dass die Verantwortlichen an der Säbener Straße größtenteils belustigt zur Kenntnis genommen hätten, welche Topspieler dem FC Bayern angeblich abgesagt hätten. Selbst hätte man sich sehr früh auf den neuen Wunschspieler Díaz konzentriert, alle Informationen über den kolumbianischen Nationalspieler bestätigen mittlerweile die Aussagen des FCB-Sportvorstands.

Genau diese Vorstellung des 28-jährigen FCB-Neuzugangs sorgte bei den Liverpool-Fans, den Anhängern seines Ex-Klubs, für sehr viel Wirbel. Denn als der Kolumbianer auf seinen neuen Verein, den FC Bayern, angesprochen wurde, geriet er regelrecht ins Schwärmen: „Ich habe schon immer davon geträumt, bei den größten Mannschaften der Welt zu spielen. Ich erfülle mir hier einen Traum, möchte meinen Traum hier leben“.

Díaz-Abgang schmerzt in Liverpool sehr

Diese Aussagen lösten große Freude und Jubel bei den FCB-Anhängern aus, die Fans des FC Liverpool reagierten dagegen mit einem Shitstorm. An der Heftigkeit kann man durchaus auch erkennen, wie sehr der Abgang des beliebten Offensivspielers Verein und Anhänger schmerzt. Diejenigen, die sich nun über die Social Media besonders scharf über Díaz äußern, waren wahrscheinlich auch ebenso euphorisch daran beteiligt, als man den Zugang von Wirtz feierte und den Bayern die lange Zunge zeigte.

Dabei war der stets lächelnde Díaz offenbar tatsächlich ausschließlich an einem Wechsel an die Säbener Straße interessiert. Denn wie die BILD aktuell berichtet, sagte er dafür auch ein wesentlich höher dotiertes Angebot aus Saudi-Arabien ab. Der FC Liverpool soll diese Option klar präferiert haben: Die gebotene Ablösesumme wäre um einiges höher als die nun vom FCB zu zahlende gewesen: Mindestens 90 Millionen zu 75 Millionen Euro. Zudem hätte man keinen großen europäischen Konkurrenzen personell verstärkt.

Koa Barça – Bayern oder nix!

Auch die trotzige Reaktion von Barça-Chef Joan Laporta, der den Fußball-Kosmos angesichts der Díaz-Absage wissen ließ, dass er sich beim Kolumbianer für sein fortwährendes großes Interesse an einem katalanischen Engagement bedanken möchte, entpuppt sich immer mehr als große Peinlichkeit. Denn laut BILD-Sportchef Christian Falk entspricht das nicht ansatzweise der Realität: „Díaz hat sich nicht wirklich für Barcelona interessiert… Er war sehr, sehr fokussiert auf Bayern. Und genau solche Spieler braucht der FC Bayern“

Mit seinem eindeutigen Bekenntnis zum deutschen Rekordmeister setzt Díaz ein starkes Zeichen – nach außen und auch intern. Er verkörpert den Spieler, der nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich in das neue Bayern-Projekt unter Vincent Kompany passt. Einer, der das Trikot des Rekordmeisters nicht nur trägt – sondern es wirklich will.

Díaz-Transfer: Die Schlüssel-Verpflichtung für erfolgreiche FCB-Saison?

Mit der Verpflichtung von Luis Díaz hat der FC Bayern die „Wirtz-Scharte“ eindrucksvoll ausgemerzt. Der Kolumbianer kommt exakt von dem Verein, dem der deutsche Nationalspieler den Vorzug gegenüber dem FCB gegeben hat. Bayern hat sich gegen den FC Barcelona durchgesetzt und Díaz außerdem auf viele Petrodollars verzichtet. Der FC Bayern ist also immer noch ganz dick drin im internationalen Fußball-Geschäft. Die Wirtz-Entscheidung war eine persönliche, die von Díaz ist es nun auch. Die heutige Gesellschaft neigt dazu, alles maßlos aufzubauschen. Was allerdings (fast) immer gilt: Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.

Díaz ist mittlerweile auch bei seinen Teamkollegen bestens angekommen. Nach seinem gelungenen 45-Minuten-Debüt im FCB-Trikot gegen Olympique Lyon (2:1) überschlugen sich deren Lobeshymnen auf ihn nahezu. Für ihn ganz bestimmt viel wichtiger als ein Liverpooler Shitstorm, der zudem die Verantwortlichen an der Säbener Straße darin bestärkt, sehr vieles, wenn nicht alles richtig gemacht zu haben.


Titelbild: Wie einst Robbery – Olise und Díaz die neue bayerische Weltklasse-Flügelzange?

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