Australisches „Supertalent“ kann sich beim FC Bayern nicht durchsetzen

Der 19-jährige Australier Nestory Irankunda kam vor einem Jahr als Zukunftshoffnung zum FC Bayern. Will er tatsächlich noch eine große Karriere beim Rekordmeister einschlagen, muss er zuerst einen Umweg gehen.

Als talentiertester Nachwuchsspieler Australiens wurde der zu dem Zeitpunkt 17-jährige Nestory Irankunda bereits im November 2023 vom FC Bayern für die Spielzeit 2024/25 verpflichtet. Wie in der Saison 2018/19 Alphonso Davies durfte der Australier erst mit 18 Jahren in die Bundesliga wechseln, was im vergangenen Sommer der Fall war. Bei seiner Verpflichtung stand noch nicht fest, ob er sofort in den Profikader aufgenommen werden würde oder sich zunächst noch bei den Bayern Amateuren in der viertklassigen Regionalliga beweisen muss.

Irankunda kann sich nicht für die FCB-Profis qualifizieren

Er trainierte dann in der Sommervorbereitung 2024 tatsächlich bei Vincent Kompanys Profis mit, stand sogar beim ersten Pflichtspiel in der 1. Pokalrunde beim SSV Ulm im Kader (im Gegensatz zu Leon Goretzka), bekam aber keine Einsatzminuten und wurde dann ausschließlich bei den Nachwuchsteams des Rekordmeisters eingesetzt: Hauptsächlichen bei den „Amateuren“ (offiziell eine U23-Mannschaft, die Mehrzahl der Spieler ist aber zwischen 17 und 21 Jahren jung), aber auch in der U19 in der UEFA Youth League.

Keine herausragenden Leistungen bei den FCB Amateuren und in Zürich

So richtig durchstarten konnte Irankunda nicht in den Münchner Nachwuchsmannschaften, dennoch fühlte er sich selbst dort unterfordert und forcierte eine Leihe in 1. Schweizer Liga zum Rekordmeister Grashopper Club Zürich, der in der Spielzeit 2024/25 allerdings im Abstiegskampf verwickelt war. Dort kam er zwar regelmäßig zum Einsatz – die vier Torbeteiligungen (1 Tor; 3 Assists) in 19 Super League Partien waren aber auch kein beeindruckendes Bewerbungsschreiben für den Rekordmeister.

Kein Austausch mit Kompany vor Wechsel nach Watford

So verlässt der junge Australier nun – wahrscheinlich endgültig – den FC Bayern Richtung Zweite englische Liga. Am Flughafen London-Heathrow, auf dem Weg zu seinem neuen Klub Watford, äußerte er sich gegenüber Sky Sports Australia über seinen Abschied vom FC Bayern – auch ein bisschen enttäuscht: „Es war eine sehr harte Entscheidung“, und ergänzte: „Als ich von der Leihe zurückkam, habe ich das erste Team nicht wirklich gesehen. Ich konnte eigentlich mit niemandem sprechen.“

Vor seiner Leihe zu den Grasshoppers in Zürich im Januar 2025 hatte Irankunda noch ein paar Gespräche mit Trainer Vincent Kompany geführt. Nach seiner Rückkehr blieb der Kontakt – wohl auch der Klub-WM in den USA geschuldet – jedoch aus. „Aber das ist Teil des Fußballs“, so der Offensivspieler lapidar.

Ziel WM 2026 – minimale Chance auf FCB-Rückkehr

Nun folgt der dauerhafte Abschied zum englischen Zweitligisten Watford FC, der rund vier Millionen Euro Ablöse für ihn bezahlen soll. Für Irankunda ein notwendiger Schritt: „Ich muss spielen. Die Weltmeisterschaft 2026 steht vor der Tür und ich will dabei sein“, so der pfeilschnelle flexibel einsetzbare Offensivspieler.

Ganz abgeschlossen hat der FC Bayern mit Irankunda, für den er selbst lediglich 900.000 Euro nach Adelaide überwiesen hatte, offenbar nicht. Nach Informationen von Transfer-Insider Fabrizio Romano soll man sich eine Rückkaufklausel gesichert haben. Zudem soll den Münchnern eine 50-Prozent-Beteiligung bei einem zukünftigen Weiterverkauf zustehen.

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