Der brasilianische Offensivspieler Rodrygo gilt bei Real Madrid als Wechselkandidat. Spanische Medien berichten von einem Interesse des FC Bayern am 24-Jährigen.
Madrid / München – Die spanische Zeitung AS berichtet aktuell, dass Real Madrid dem 33-fachen brasilianischen Nationalspieler Rodrygo nahegelegt haben soll, sich Gedanken über einen Wechsel in diesem Sommer zu machen. Der Offensivspieler, der 2019 als 18-Jähriger für 45 Millionen Euro vom Pelé-Klub FC Santos zu den Königlichen gewechselt war, kam zuletzt nicht über eine Jokerrolle hinaus.
Rodrygo bei Xabi Alonso außen vor
Bereits bei Carlo Ancelotti waren Rodrygos Einsatzzeiten im Saisonfinale weniger geworden, beim neuen Real-Coach Xabi Alonso tendierten sie sich in den KO-Spielen bei der Klub-WM gegen Null. Lediglich in der chaotischen Schlussphase im Viertelfinale gegen Borussia Dortmund wurde er in der 86. Minute beim Stand von 2:0 eingewechselt, am Ende gewann Madrid mit 3:2.
Der Brasilianer reiht sich in Madrid derzeit in der Offensive ganz klar hinter Kylian Mbappé, Vinicius Junior, Jude Bellingham, Arda Güler und dem Shooting-Star Gonzalo García ein. Zwar hatte Rodrygo in der Vergangenheit stets betont, glücklich in Madrid zu sein – doch laut AS wird er nun selbst von seinem Umfeld ermutigt, neue Wege zu gehen.
FC Bayern soll neben PSG und Liverpool zu den Interessenten zählen
Die beliebte Sportzeitung aus Madrid nennt in diesem Zusammenhang neben CL-Sieger Paris Saint-Germain und dem Englischen Meister FC Liverpool auch den FC Bayern als einen der potenziellen Interessenten. Florian Plettenberg bestätigt dies, zwar sei Rodrygo aktuell noch kein konkretes Thema an der Säbener Straße – aber die Betonung liegt auf „noch“.
Der Sky-Reporter berichtet, dass sich die FCB-Verantwortlichen derzeit völlig auf den Kolumbianer Luis Díaz vom FC Liverpool konzentrieren. Aber bei einem Scheitern des angestrebten Transfers könnte Rodrygo schnell zur echten Option werden.
Auch wenn AS und Plettenberg den Rekordmeister „potenziell“ als interessiert sehen, aus München gab es dazu noch keine Bekundungen. Der Real-Star wäre ein extrem teurer Ersatz für Leroy Sané. Sein Marktwert wird bei einer Vertragslaufzeit bis 2028 auf 90 Millionen Euro geschätzt.
FC Bayern: Tatsächlich Interesse an einem extrem teuren Rechtsaußen?
Dass der brasilianische Nationalspieler zuletzt bei den Königlichen so sehr ins Hintertreffen geraten ist, liegt natürlich auch an seinen eigenen eher mäßigen Leistungen. In 30 LaLiga-Partien kam er in der abgelaufenen Spielzeit lediglich auf sechs Tore. Seit seinem Wechsel vor sechs Jahren waren es in 172 Liga-Spielen 32 Tore. In den letzten fünf Saisons 30 Tore in 153 Spielen – deswegen interessant, weil im Vergleich exakt im selben Zeitraum der zwei Jahre jüngere Jamal Musiala 45 Tore in 139 BL-Spielen erzielt hat, FCB-Abgang Leroy Sané 40 in 152 Partien.
Die Ablöseforderungen von Real Madrid werden bei Rodrygo sicherlich nicht weit unter seinem Marktwert von 90 Millionen Euro liegen – seine Werte sprechen nicht unbedingt für so eine gewaltige Investition. Der Hauptgrund dafür, dass ein Wechsel an die Säbener Straße unwahrscheinlich erscheint, sollte aber der sein, dass der 24-Jährige ein gelernter Rechtsaußen ist und eben kein Linksaußen, wie ihn der FCB sucht.
Sollten Max Eberl & Co. dennoch planen, einen Rechtsaußen – dann wohl als „inverser Flügelspieler“ – für die linke offensive Außenbahn zu verpflichten, könnte es von Interesse sein, dass Rodrygo in den letzten vier Spielzeiten auf alle Fälle in der Champions League überzeugt hat. In der Königsklasse hat er jedes Jahr fünfmal eingenetzt – eine starke Quote für die Außenbahn.
