Das Kapitel „Leroy Sané beim FC Bayern“ ist nach dem 4:2-Sieg gegen Flamengo endgültig beendet. Die Abschiedsworte auf beiden Seiten fallen emotional aus.
Der Wechsel des 70-fachen Nationalspielers Leroy Sané vom FC Bayern zu Galatasaray Istanbul steht seit einigen Wochen fest. Bei der Klub-WM in den USA war der defensivstarke Tempodribbler noch für den Rekordmeister im Einsatz. Dass sein Engagement aufgrund der Vertragssituation im Achtelfinale enden würde, stand bereits vor dem Turnier fest. Nun hat sich der 29-Jährige mit emotionalen Worten verabschiedet.
Wehmut beim scheidenden Nationalspieler
„Ich werde die Mannschaft vermissen“, so Sané am Sonntag nach seinem finalen Auftritt für die Münchner. „Das sind tolle Jungs, tolle Spieler, der ganze Staff drumherum auch. Ich habe es hier sehr genossen.“
In der letzten Sané-Partie für den Rekordmeister hatte sich dieser im Hard Rock Stadium in Miami im Achtelfinale der Klub-WM gegen den brasilianischen Spitzenklub CR Flamengo durchgesetzt (4:2). Der Nationalspieler wurde kurz nach der Pause für den angeschlagenen Kingsley Coman eingewechselt und stand in seinem letzten FCB-Pflichtspiel rund 40 Minuten auf dem Rasen.
Verein und Spieler „gehen im Guten auseinander“
Ein Fazit fiel Sané nach fünf Jahren an der Säbener Straße sichtlich schwer. Er brauche noch eine Weile, die Zeit richtig einzuordnen, äußerte sich der Außenstürmer. Der Abschied fällt ihm offensichtlich schwer. Man gehe „im Guten auseinander“, stellt der künftige Galatasaray-Spieler klar.
Die nächste Generation stehe laut Sané beim FCB auch schon parat. In Jamal Musiala, mit dem er selbst gut befreundet ist, befinde sich ein absolut würdiger Nachfolger für das Trikot mit der Nummer zehn bereits im Kade: „Der Junge hat noch einiges vor sich. Ich hoffe, dass er sich die Zeit nimmt, weiter an sich arbeitet und zeigt, was er kann.“
Sané hatte sich nach monatelangem Ringen mit den Verantwortlichen des FC Bayern nicht auf einen neuen Vertrag einigen können. Anfang Juni unterschrieb er dann überraschend beim Türkischen Meister Galatasaray in Istanbul. Bitter für den FCB: Da sein Vertrag an der Säbener Straße auslief, kam der Wechsel ablösefrei zustande.
Respekt für einen „super Menschen“ und „super Fußballer“
Anders wie größere Teile der deutschen „Fußball-Öffentlichkeit“ verabschiedeten sich Sanés Teamkollegen mit auffallend warmen Worten von ihm. So nennt Kapitän Manuel Neuer den langjährigen Weggefährten einen „super Menschen“ und „super Fußballer“.
Auch Chefcoach Vincent Kompany betonte, er habe „nichts als Respekt“ für seinen nun Ex-Spieler und früheren Mannschaftskollegen bei Manchester City übrig. „Es waren fünf schöne Jahre mit ihm“, resümiert Nationalspieler Leon Goretzka, „jetzt bleibt uns nichts, als ihm alles Gute zu wünschen für die Zukunft.“

Alles Gute Leroy!
Ich persönlich werde dich beim FC Bayern vermissen!