Zwei Jahre nach Kane-„Blamage“: Englische Presse revanchiert sich beim FC Bayern

Der Wechsel von Harry Kane nach München im Sommer 2023 war für Fußball-England ein Schock. Die Medien auf der Insel schäumten ob der Schmach, nun revanchieren sie sich.

München – Als der englische Fußball-Nationalheld Harry Kane im August 2023 vom Londoner Premier League Club Tottenham Hotspur zum FC Bayern wechselte, war diesem Transfer nicht nur ein schier unendlicher Poker zwischen den Vereinsverantwortlichen vorausgegangen, auch der englische Boulevard hatte alles versucht um das „Ungeheuerliche“ zu sabotieren, die Bemühungen des deutschen Rekordmeisters in den Schmutz zu ziehen.

FC Bayern bietet der Premier League Paroli

Die teilweise gehässigen Kommentare von der Insel Richtung München und Fußball-Deutschland hielten auch noch einige Zeit nach dem vollzogenen Deal an. Wahrscheinlich wären sie nicht ganz so bösartig gewesen, wäre nicht der FC Bayern der einzige Verein der Bundesliga, der seit vielen Jahren am englischen Fußball-Selbstverständnis kratzt. Während die nationale Konkurrenz aus Dortmund, Leverkusen, Leipzig und Frankfurt in schöner Regelmäßigkeit Schlüsselspieler in die Premier League ziehen lassen muss, ist an der Säbener Straße eher der umgekehrte Weg der übliche.

Wirtz-Wechsel auf die Insel: Rache für „Kane-Blamage“

Harry Kanes Weg nach München tat Fußball-England aber so richtig weh. Nun scheint die Zeit der Revanche gekommen zu sein. So nützen nun Teile der englischen Presse den Rekordtransfer von Fußball-Nationalspieler Florian Wirtz von Bayer Leverkusen zum FC Liverpool zu Sticheleien bis Gehässigkeiten in Richtung des FC Bayern. Der bis zu 150 Millionen Euro teure Deal, kommentiert der Guardian, sei „ein echter Coup“ – und eine „unangenehme Überraschung“ für die Münchner, deren Wunschspieler Wirtz gewesen wäre. Die dezente englische Variante.

Die Sun holt dagegen genüsslich weiter aus. So hätte die deutsche Liverpool-Legende Jürgen Klopp seinen Landsmann seiner alten Liebe zum „Abschiedsgeschenk“ gemacht: Das Boulevardblatt weiß weiter, dass Klopp schon 2020 den heutigen LFC-Geschäftsführer Michael Edwards zur Familie Wirtz geschickt hatte, um ihn auf die Insel zu locken. Jetzt hätte es endlich geklappt, und die Bayern seien „blamiert“, so die Sun. Wie dann offensichtlich auch Fußball-England vor zwei Jahren im Fall von Kane. Die Schmach nagt ganz offensichtlich immer noch.

FC Liverpool setzt sich trotz besseren Bayern-Angebots durch

Schließlich sei der deutsche Rekordmeister im Wirtz-Poker „all-in“ gegangen: An der Säbener Straße hätte der 22-Jährige mehr verdienen können, will die Sun wissen. Zudem seien die Bayern bereit gewesen, ihm das Einleben durch familiäre Nähe zu erleichtern: Schwester Juliane Wirtz hätte dafür angeblich von Werder Bremen zum Doublesieger nach München wechseln sollen.

Mit Blick auf eigene Topspieler: Mittlerweile Gelassenheit beim FCB

FCB-Sportvorstand Max Eberl hatte am Rande der Klub-WM in den USA dagegen noch einmal bekräftigt, dass man sich Florian Wirtz „sehr gut“ an der Säbener Straße hätte vorstellen können. Versöhnlicher als der englische Boulevard ergänzte er: „Florian wird seinen Weg in Liverpool machen, er ist ein außergewöhnlicher Spieler.“ Davon habe der FCB laut Eberl aber auch einige. Nicht zuletzt Harry Kane.

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