Musialas Comeback-Pläne: Einer wird enttäuscht sein

Nach seiner schweren Oberschenkelverletzung musste Jamal Musiala das Bayern-Aus in der Champions League am TV-Gerät verfolgen. Auch im Meisterschaftsfinale wird er nicht auf dem Platz stehen.

Derzeit fällt der deutsche Nationalspieler mit einem Muskelbündelriss im linken hinteren Oberschenkel aus. Diese Verletzung hatte er sich Anfang April im Bundesligaspiel des FC Bayern beim FC Augsburg (3:1) zugezogen. Der deutsche Rekordmeister kommunizierte dazu – wie üblich – keine exakte Ausfallzeit. Nun äußerte sich Musiala gegenüber der SportBild selbst zu seinem Comeback.

Das Scheitern seiner Teamkollegen im Champions League Viertel gegen Inter Mailand (1:2, 2:2) erlebte er weit entfernt von diesen: „Das Ausscheiden tatenlos am TV zu verfolgen tat richtig weh. Ich habe mit den Jungs gelitten, ich finde, dass wir trotz der Ausfälle super gekämpft haben und mehr verdient gehabt hätten“, so der 22-Jährige.

Sein Comeback plant er zur Klub-WM vom 14. Juni bis 13. Juli in den USA: „Ich habe am ersten Tag nach meiner Verletzung mit der Arbeit am Comeback begonnen, und so weit läuft alles nach Plan. Ich habe ein großes Ziel: die Klub-WM. Denn dort geht es um viel Prestige, Einnahmen für den Verein und einen neuen, internationalen Titel. Und den wollen wir gewinnen! Ich will in den USA wieder auf dem Platz stehen.“

Das bedeutet auch: Die Finalrunde der Nations League Anfang Juni mit dem DFB-Team kommt für ihn zu früh. Das Final Four Turnier in München und Stuttgart ist zwar sehr prestigeträchtig, aber durch ein zu frühes Einsteigen in den Spielbetrieb eine längere Verletzung zu riskieren, wäre schlichtweg töricht. Bundestrainer Julian Nagelsmann wird diese Information zwar mit einer gewissen Enttäuschung zur Kenntnis nehmen, die Entscheidung Musialas aber gewiss akzeptieren. Die Nations League ist eine Durchgangsstation auf dem Weg zur WM 2026, für welche die deutschen Ambitionen sehr groß sind.

Trotz des Ausscheidens in der Champions League sieht Musiala den FC Bayern sehr gut aufgestellt: „In unserer Mannschaft steckt eine große Zukunft. Wir haben viele Top-Spieler, sowohl letzte Saison gegen Real als auch jetzt gegen Inter haben nur Kleinigkeiten gefehlt. In dieser Mannschaft steckt der Champions-League-Sieg, davon bin ich überzeugt“, so der 40-fache Nationalspieler.

Diese Perspektive hat den ebenso sympathischen wie ernsthaften jungen Mann – weit mehr als das mächtig erhöhte Jahresgehalt – auch dazu veranlasst, einen langfristigen Vertrag an der Säbener Straße zu unterschreiben. Vielleicht sollten die zahlreichen Kritiker des deutschen Rekordmeisters auch solche Äußerungen und Einschätzungen entsprechend registrieren. Und zwar nicht als „alles schönreden“.

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