Florian Wirtz zum FC Bayern: Sensationelle Wende

Die Verpflichtung von Florian Wirtz noch in diesem Sommer soll ein großes Ziel des FC Bayern sein. Uli Hoeneß erklärt dies offiziell zwar für unrealistisch, gibt den Spekulationen gleichzeitig aber neue Nahrung.

Das riesige Interesse des FC Bayern an Bayer Leverkusens Superstar Florian Wirtz ist verbrieft. Der 21-jährige Nationalspieler ist zwar aktuell verletzt, spielt aber erneut eine überragende Saison, gilt zusammen mit Jamal Musiala als Gesicht des deutschen Fußballs. An der Säbener Straße träumt man vom Super-Duo „Wusiala“ (Titelbild).

Zuletzt waren permanent die geplanten Einsparungsmaßnahmen bei den Spielergehältern das große Thema beim Rekordmeister. Wie passt folglich ein derartiger Deal in diese Situation? Wirtz besitzt beim Werksverein noch einen Vertrag bis 2027 und die Ablösesumme, die Bayer für ihn aufrufen will, soll um die 150 Millionen Euro betragen. Dass das legendäre Festgeldkonto des FC Bayern beträchtlich geschmolzen ist, bestätigt auch Klub-Patron Uli Hoeneß in der Welt am Sonntag.

Der kicker berichtete in diesem Kontext, dass der Ehrenpräsident für diesen Transfer sogar bereit wäre, über einen Schritt nachzudenken, der an der Säbener Straße bislang als absolutes Tabu galt: Eine Kreditaufnahme zur Finanzierung eines Spielers. Dies erschien zunächst eher unrealistisch, eine derartige Vorgehensweise wäre eine Sensation beim Rekordmeister, ein totaler Tabubruch zum bisherigen Geschäftsgebaren.

Dagegen wirkten Gedankengänge von SPORT1 wesentlich realistischer: Der Verein könnte versuchen, durch den Verkauf weiterer Anteile an der AG Kapital zu generieren. Adidas wurde als der logische Partner für diesen Deal an erster Stelle genannt.

Uli Hoeneß` Interview in der WamS könnte in der Sache nun aber eine sensationelle Entwicklung andeuten und die zunächst schier unglaublich erscheinenden Informationen des kicker plötzlich in ein anderes Licht rücken. Ursprünglich ging es dabei um das Thema „Nicht erfolgte Vertragsverlängerung von Thomas Müller“.

Anders als der FCB-Sportvorstand Max Eberl sprach Hoeneß in diesem Zusammenhang über finanzielle Beweggründe: „Wenn die wirtschaftliche Situation des FC Bayern noch die wäre wie vor sagen wir drei Jahren, wäre die Entscheidung im Fall Müller vielleicht anders ausgefallen.“

Der 73-jährige FCB-Aufsichtsrat ergänzte: „Der FC Bayern muss ganz klar sparen. Von unserem Festgeldkonto ist nicht mehr viel da. Wir müssen wirtschaftlich umdenken.“ Um auf dem Transfermarkt handlungsfähig zu bleiben, müsse der Klub laut Hoeneß heute „unter Umständen in die Kreditabteilung der Bank. Das ist tatsächlich neu für den FC Bayern.“

Damit bestätigt Hoeneß unerwarteterweise die Gerüchte des kicker, dass der Rekordmeister für die Verpflichtung eines hochkarätigen Spielers wie Florian Wirtz tatsächlich einen Kredit aufnehmen könnte. Auch wenn Hoeneß im gleichen Interview behauptet, dass der Transfer seines speziellen Wunschspielers Wirtz „im Moment kein Thema“ sei, lassen seine Äußerungen doch aufhorchen.

Gleichzeitig mehren sich Medienberichte, dass insbesondere er selbst, aber auch Karl-Heinz Rummenigge sehr aktiv an der Verpflichtung des Hochtalentierten aus Leverkusen arbeiten. Möglicherweise taktiert Hoeneß nun mit dieser zusätzlichen Information auch, was man sicherlich an der Säbener Straße mit Wohlwollen zur Kenntnis nehmen würde.

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