Der FC Bayern hat wider Erwarten und zu seiner eigenen Enttäuschung die direkte Qualifikation für das CL-Achtelfinale verpasst. Josip Stanišić hält dennoch den Titel im Finale dahoam für realistisch.
Aufgrund von drei Auswärtsniederlagen hat es der FC Bayern nicht geschafft, den anvisierten Platz in den Top-8 der neu geschaffenen Liga-Phase in der Fußball-Königsklasse zu erreichen, der den Umweg über die nun anstehenden Playoff-Begegnungen gegen Celtic Glasgow verhindert hätte. In einem Interview mit dem kicker meint FCB-Rechtsverteidiger Josip Stanišić über den heimstarken Gegner: „In der Champions League kann dir jeder Gegner gefährlich werden. Wir denken nicht: Das läuft schon, 50 Prozent reichen.“
Auf die Frage, warum sich der sonst so auswärtsstarke Rekordmeister in dieser Champions League Saison in der Fremde so schwertun würde, antwortet der kroatische Nationalspieler: „Ich glaube nicht, dass da mehr dahintersteckt. Jede Mannschaft spielt daheim einen Tick besser als auswärts. Es gibt im Fußball ein Momentum, wenn man das dem Gegner nicht nimmt, kann er besser spielen als normalerweise. Dazu die Fans und die eigene Unzufriedenheit, wenn man merkt, es läuft nicht so, und dann kann etwas entstehen, das daheim nicht passieren würde.“
In der aktuellen Champions-League-Saison gibt es für den FC Bayern noch eine ganz spezielle Motivation: Das Finale wird Ende Mai bekanntlich in der heimischen Allianz Arena ausgetragen. Dazu das 24-jährige Eigengewächs: „Im Hinterkopf ist es sicherlich, aber wir denken nicht pausenlos daran.“
Über das „Finale dahoam“: „Manuel Neuer und Thomas Müller haben das schon erlebt, der Rest will jetzt hin. Aber egal, wo ein Finale stattfindet: Es ist immer das Ziel! Vielleicht gibt es uns dieses Jahr einen Extra-Push in der K.-o.-Runde.“
Obwohl die Ergebnisse im laufenden Wettbewerb zum Teil ernüchternd waren, glaubt Stanišić an einen möglichen „Titel dahoam“ für den sechsfachen Champions-League-Sieger aus München. Er findet, „dass wir eine gute Chance haben. Wenn alle fit sind, haben wir einen sehr guten Kader. Und ich sehe keine Mannschaft in Europa, vor der wir uns verstecken müssten. Wir können sehr weit kommen, auch wenn Glück und Tagesform eine Rolle spielen.“
