Auch der mächtige Aufsichtsrat stimmt offenbar zu: Die Vertragsverlängerung von Alphonso Davies beim FC Bayern scheint damit endgültig fix zu sein.
Die Sport BILD berichtet aktuell, dass der FCB-Aufsichtsrat mit dem Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß, Ex-CEO Karlheinz Rummenigge, Präsident Herbert Hainer & Co. bereits Ende letzter Woche dem finalen Paket einer Kontraktverlängerung von Davies zugestimmt hat. Das Gesamtvolumen des Deals soll rund 120 Millionen Euro betragen, der neue Kontrakt des kanadischen Nationalspielers bis 2030 laufen.
Aufstieg zu einem der Topverdiener
Das Gesamtpaket beinhaltet demnach ein jährliches Fixgehalt von 15 Millionen Euro, mögliche Bonuszahlungen von bis zu fünf Millionen Euro und ein üppiges Handgeld für die Kontraktverlängerung von 20 Millionen Euro. Damit steigt der 24-Jährige zu einem der Topverdiener beim Rekordmeister auf. Bislang verdiente der bis zuletzt von Real Madrid umworbene Linksverteidiger elf Millionen Euro pro Jahr.
Lange haben sich die Vereinsverantwortlichen gegen einen derartigen Megadeal gesträubt. Das Umdenken hat nicht zuletzt pragmatische Gründe: Ein adäquater Ersatz für Davies wäre wohl noch – wesentlich – teurer gekommen. Zudem gilt der Außenverteidiger mittlerweile nach einer gewaltigen Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorsaison als unverzichtbar im System von Trainer Vincent Kompany.
Belohnung von „Ausnahmespielern“ bei gleichzeitigem Sparkurs
Durchaus paradox in diesem Kontext: Trotzdem plant man an der Säbener Straße künftig angeblich weiterhin, bei den Gehaltskosten stark auf die Bremse zu treten. Laut Sport BILD halten Aufsichtsrat und Vorstand am Vorhaben fest, die Spielergehälter künftig „drastisch“ zu senken. Dagegen soll der Verein im Fall von Davies ein bewusst ein Zeichen setzen, dass Ausnahmespieler auch in Zukunft gehalten werden sollen.
Davies’ neuer Kontrakt markiert das Ende eines mittlerweile fast zweijährigen Verhandlungs-Marathons, der bereits unter den ehemaligen Vorständen Hasan Salihamidžić und Oliver Kahn gestartet worden war. Die offizielle Verkündung des Deals dürfte nach der Zustimmung des Aufsichtsrats nur noch Formsache sein.
Herkulesaufgabe für Max Eberl & Co.
Es bleibt spannend, welche Spieler die Vereinsverantwortlichen künftig im Bereich der Ausnahmespieler sehen werden, welchen nach wie vor hochdotierte Verträge zugestanden werden. Will man im internationalen Fußballkonzert weiterhin ganz vorne mitspielen, dürften es nicht allzu wenige sein. Zudem erzielt der Verein Jahr für Jahr Rekordumsätze, die von jeweils beträchtlichen Gewinnen begleitet werden. Aktuelle und künftige FCB-Spieler kennen dieses Szenario bestens. Für die sportlich Verantwortlichen stellen die aktuellen Vorgaben einen permanenten Spagat dar, eine Herkulesaufgabe.
