Auch aufgrund von zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen ist die Torwartposition in der laufenden Saison beim FC Bayern eine kritische. Wer steht am Samstag beim Pflichtspiel-Jahresauftakt in Mönchengladbach zwischen den Pfosten des Rekordmeisters?
Auf dem Papier ist der fünfmalige Welttorhüter Manuel Neuer die klare Nummer eins beim FC Bayern, auch wenn er sich im Herbst immer wieder öffentlicher Kritik ausgesetzt war, weil er sich den ein oder anderen Fehler erlaubt hat, insgesamt nicht mehr auf seinem allerbesten Niveau zu sein scheint. Anfang Dezember zog er sich zudem in der Achtelfinalpartie des DFB-Pokals gegen Bayer Leverkusen einen Rippenbruch zu. Daniel Peretz hieß daraufhin sein seriös haltender Vertreter, auch weil Sven Ulreich seit einiger Zeit immer wieder „aus privaten Gründen“ fehlt.
Zum Bundesliga-Restart am Samstagabend im Borussia-Park war dennoch wieder der 38-jährige Neuer eingeplant. Allerdings kamen daran Anfang der Woche erste Zweifel auf, weil der Weltmeister von 2014 bis zu dem Zeitpunkt weder an den Trainingsspielen an der Säbener Straße teilgenommen hatte noch beim Testspiel am Montagabend bei Red Bull Salzburg im Tor des Rekordmeisters stand. Sein Pensum beschränkte sich bis dahin ausschließlich auf Torwarttraining.
So wurde bereits spekuliert, dass beim alten Rivalen in Gladbach abermals der israelische Nationaltorwart Peretz das Tor des FC Bayern hüten könnte. Bis gestern Abend der FCB seine Fans auf der Vereins-Homepage mit folgender Nachricht schockte: „Daniel Peretz hat sich im Training eine Nierenquetschung zugezogen. Morgen folgen weitere fachärztliche Untersuchungen. Damit muss der FC Bayern zunächst auf den 24-jährigen Torhüter verzichten.“
Nachdem der eigentliche Neuer-Vertreter Ulreich gestern abermals beim Training an der Säbener Straße fehlte, kamen schon Befürchtungen auf, dass Vincent Kompany beim immer heißen Duell in Gladbach auf zwei Nachwuchskräfte zurückgreifen muss, darunter der 18-jährige U17-Weltmeister Max Schmitt.
Soweit wird es wohl nicht kommen, weil die BILD mittlerweile berichtet, dass einiges dafür spricht, dass Neuer am Samstagabend wieder einsatzbereit ist. Der 38-Jährige hat am gestrigen Mittwoch nicht nur das Trainingspensum mit Torwart-Trainer Michael Rechner erhöht, er nahm im Anschluss auch am Teamtraining mit seinen Kollegen teil. Der fünffache Welttorhüter soll dabei „einen fitten und motivierten Eindruck“ gemacht haben.
Fürs Erste eine Torwart-„Entwarnung“ beim Rekordmeister!
Titelbild: Bitterer Moment für Manuel Neuer (und Leroy Sané): Nach dem Platzverweis gegen Leverkusen kommt Daniel Peretz ins Spiel.
