Javi Martínez spielte drei Jahre zusammen mit Xabi Alonso beim FC Bayern und konnte sich dabei von dessen strategischen Qualitäten überzeugen. Der Erfolg seines Landsmanns als Leverkusen-Trainer überrascht ihn keineswegs.
Der im baskischen Ayegui geborene Javi Martínez wechselte 2012 als Welt- und Europameister für die damalige Bundesliga-Rekordablösesumme von 40 Millionen Euro von Athletic Bilbao zum FC Bayern – und wurde in den folgenden neun Jahren zu einer echten Klub-Legende. Von 2014 bis 2017 spielte er zusammen mit seinem sowohl baskischen als auch spanischen Landsmann Xabi Alonso beim deutschen Rekordmeister. Nun spricht er in einem Interview mit der Marca über jene Zeit.
Für den mittlerweile 36-jährigen Martínez ist der Erfolg seines ehemaligen Nationalmannschaftskollegen keine Überraschung: „Man konnte es schon sehen. Ich habe ihn bei Bayern mehr erlebt als in der Nationalmannschaft, weil wir in Spanien nicht so viel Zeit miteinander verbracht haben. Ich konnte schon sehen, wie er sich bei Pep einmischte, wie er ihn Dinge fragte, wie er alles wissen wollte. Ich konnte sehen, dass er ein guter Trainer sein würde.“
Weiter schwärmt Martínez, der seit 2021 bei Qatar SC spielt: „Er hat Wissen, er ist superintelligent und er weiß, wie man mit Spielern umgeht, was im heutigen Fußball sehr wichtig ist. Wann man ihnen mehr Freiheiten gibt, wann man sie entlastet.“
Nachdem Alonso in der vergangenen Saison mit Bayer Leverkusen die Deutsche Meisterschaft und den Pokal gewonnen hat, ist er mit der Werkself aktuell mit vier Punkten Rückstand Tabellenzweiter hinter dem FC Bayern.
Den Titel in dieser Spielzeit gönnt der zweifache Champions League Sieger mit dem FC Bayern aber vor allem einem Spieler: „In der Bundesliga muss man immer hart um den Titel kämpfen.“ (…) „Die Bayern sind natürlich der große Favorit. Hoffentlich wird das auch so sein, und Harry Kane wird endlich den Titel gewinnen, der ihm bisher verwehrt geblieben ist. Es ist unglaublich. Nach elf Bundesliga-Titeln in Folge kommt er in seinem ersten Jahr bei Bayern an – und Leverkusen gewinnt! Wir alle wollen, dass er seinen ersten Titel gewinnt und diesen Fluch bricht.“
Javi Martínez ist übrigens zusammen mit Bixente Lizarazu (ein französischer Baske!) der zweite Bayernspieler und einer von insgesamt nur fünf Spielern weltweit die zum selben Zeitpunkt Welt- und Europameister wie im Klub Champions League Sieger und Weltpokalsieger bzw. Klubweltmeister waren.
Er zählt mit Manuel Neuer, Thomas Müller, David Alaba und Jérôme Boateng zu den fünf FCB-Spielern, die an den letzten beiden CL-Siegen 2013 und 2020 beteiligt waren. Mit Alonso war er mit Spanien Welt- und Europameister. Bei ihrer gemeinsamen FCB-Zeit reichte es aber zu keinem internationalen Titel, drei Deutsche Meisterschaften und ein Pokalsieg zeugen dennoch von einer erfolgreichen gemeinsamen Vereinsphase.
Titelbild: Trainingseinheit an der Säbener Straße im Oktober 2015 unter Pep Guardiola mit Javi und Xabi.
