Gastbeitrag Christian Waidmann
Der FC Bayern hat in dieser Bundesligasaison zehn Spiele gewonnen, dreimal
unentschieden gespielt und lediglich einmal verloren. Lohn ist die Tabellenführung
und ein Vorsprung auf die Konkurrenten im Meisterschaftsrennen.
Trotzdem gab es nach der Niederlage in Mainz Stimmen, die meinten, dass Thomas
Tuchel in der vergangenen Saison nach 14 Spieltagen zwei Punkte mehr vorweisen
konnte. Der selbsternannte Bayern-Insider Christian Falk stieß zum Beispiel in dieses
Horn.
Manche erinnern sich jedoch an das letzte Jahr, als ständig Unruhe rund um den FC
Bayern herrschte. Gerade die Medien eröffneten phasenweise ein Trommelfeuer auf
die Münchner. Positiv wurde etwa nicht erwähnt, dass Tuchels Bayern nach 20
Spieltagen 50 Punkte auf dem Konto hatten, was ein sehr guter Wert war und in der
Abschlusstabelle für einen Wert jenseits der 80-Punkte-Marke gereicht hätte. Es gab
eben in der Vorsaison Bayer Leverkusen, das einfach keine Schwäche zeigte.
Nun hat der deutsche Rekordmeister mit Vincent Kompany einen neuen Trainer, der
versucht, mit einer neuen Spielphilosophie und seiner Art zu führen, Erfolg zu haben.
Da ist es wohl normal, dass es Rückschläge geben wird, erst recht bei der Vielzahl
an Spielen, doch einige Medien reagieren bei Niederlagen hysterisch. Und auch so
mancher Fan.
Man würde sich für Vincent Kompany und seine Mannschaft wünschen, dass er in
Ruhe arbeiten kann. Zeit für ein Fazit ist dann im März oder April, wenn man weiß,
wohin die Reise in der Bundesliga und Champions League führen wird.
Bekanntlich haben die Bayern in den letzten Jahren viele Trainer verschlissen. Mich
als Bayernfan schmerzen immer noch ein wenig die Abgänge von Hansi Flick und
Julian Nagelsmann und ich würde mich freuen, wenn es auf der Trainerposition
endlich wieder mehr Kontinuität gibt. Am besten durch Vincent Kompany, der in
seinen ersten Monaten in München einen hervorragenden Eindruck macht.
