Riesige Verletzungssorgen beim FC Bayern: Die notwendigen Konsequenzen

Die seit Saisonbeginn erheblichen Verletzungssorgen des FC Bayern haben zum Jahresende ein bedenkliches Niveau erreicht. Trotzdem sind die Gerüchte über Winterabgänge nie abgerissen. Warum diese Spekulationen absurd sind.

Der FC Bayern ist gestern mit einem extrem reduzierten Spielerkader zum sechsten Ligaspiel der Champions League gegen Shaktar Donezk in der Schalker Arena gereist. Aus dem offiziellen Profikader des deutschen Rekordmeisters fehlten zehn Spieler, darunter sehr prominente: Manuel Neuer, Sven Ulreich, Alphonso Davies, Hiroki Ito, Tarek Buchmann, Josip Stanišić, João Palhinha, Serge Gnabry, Harry Kane, Kingsley Coman.

Extrem prominente Ausfallliste

Aus dieser Liste der nicht verfügbaren Spieler könnte man eine durchaus hochwertige Startaufstellung für jedes FCB-Pflichtspiel formen, wenn sie mit zwei Feldspielern ergänzt werden würde.

Dabei sind dagegen Mathys Tel, der sich vor Heidenheim noch krank abgemeldet hatte und Thomas Müller, der im letzten Bundesligaspiel kurz nach der Pause mit körperlichen Problemen ausgewechselt werden musste.

Spieler mit langen Verletzungspausen und körperlichen Problemen

In der heutigen Startelf werden mit Daniel Peretz, Sacha Boey, Aleksandar Pavlović und Jamal Musiala aber auch vier Spieler stehen, die im Laufe der Hinrunde bereits länger ausgefallen sind. Dies trifft auch auf den 19-jährigen Offensivspieler Arijon Ibrahimović zu, der beim 4:2-Sieg über Heidenheim spät eingewechselt wurde.

Leroy Sané, der immer noch um seine Bestform kämpft, ist dagegen nach seiner Leisten-OP erst später in die Saisonvorbereitung eingestiegen. Um die dauerbelasteten Innenverteidiger Dayot Upamecano und Minjae Kim muss man sich durchaus ebenfalls Sorgen machen. Der französische Vize-Weltmeister musste bereits einmal – im Pokal – aussetzen, Minjae soll schon seit längerer Zeit mit Schmerzen auflaufen und auf die Zähne beißen.

Gut durch die Saison gekommen ist bislang Raphaël Guerreiro, der schon beim BVB als verletzungsanfällig galt und auch in seiner Premierensaison beim Rekordmeister regelmäßig sehr lange ausgefallen war.

Wenige Spieler ohne körperliche Probleme

Die unter dem neuen Trainer Vincent Kompany einzigen Stammspieler, die den Strapazen bisher robust getrotzt haben, sind Joshua Kimmich, Michael Olise und Konrad Laimer. Wie schnell sich aber auch ein Kimmich verletzen kann, hat man im Länderspiel gegen Bosnien-Herzegowina gesehen.

Auch der Edelreservist Eric Dier und der ehemalige Edelreservist Leon Goretzka blieben bislang unverletzt, haben aber fast keine (Dier) oder noch nicht allzu viele Spielminuten (Goretzka) in den Beinen.

Das Paradebeispiel Goretzka

Und nicht zuletzt Goretzka ist das Paradebeispiel dafür, wie nahezu absurd die nicht enden wollenden Diskussionen über Winterabgänge des FC Bayern sind. Auch wenn Kompany auf der PK vor der Donezk-Partie die Hoffnung ausgesprochen hat, dass man im Januar wieder mit dem nahezu vollständigen Kader in die Rückrunde starten kann, wird das eher sein Wunsch bleiben als die Realität darstellen.

Zahlreiche Spiele und Trainingseinheiten, monatelang bei eiskaltem oder nasskalten Wetter, Spiel- und Reisestrapazen werden den FCB-Kader auch in der Rückrunde regelmäßig ausdünnen. Und manchmal können es auch private Gründe wie aktuell bei Ulreich und Laimer sein. So scheint der Österreicher als werdender Vater kurzfristig ausfallen zu können, wie die gestrige PK mit seiner Beteiligung gezeigt hat.

Vermeidung von unverzeihlichen Fehlern

Die besten Angebote, die höchsten Transfersummen aus England, Saudi-Arabien nützen dem FC Bayern nichts bzw. sind sogar kontraproduktiv, wenn der Kader in den entscheidenden Wochen der Saison zu sehr ausgedünnt ist.

Schon mit dem aktuell angeblich zu großen Kader geht es in den letzten drei Pflichtspielen dieses Kalenderjahres – nach der heutigen CL-Partie in der Liga noch in Mainz und gegen Leipzig – lediglich noch darum, sich durchzubeißen.

Um in der Rückrunde dem völligen Terminwahnsinn trotzen zu können, ist es zudem fast ein Muss, unter die ersten Acht der CL-Ligaphase zu kommen, um das zusätzliche Sechzehntelfinale zu vermeiden. Deswegen ist trotz der aktuellen Personalengpässe heute ein Sieg gegen Shaktar auf Schalke alternativlos. Die Mehrbelastung durch den Pokal droht dagegen nicht mehr…


Profikader FC Bayern 2024/25: Sieht – auf wegen des großen Trainerteams – stattlich aus, ist es aber nicht. Heute müssen auf Schalke aus den Nachwuchsteams Schmitt, Klanac (beide TW), Irankunda, Aseko und Aznou den Spieltagskader auffüllen.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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