Musiala dankt deutschem Weltmeister: „Ohne ihn hätte ich es nicht so schnell geschafft“

Mittlerweile auf dem Weg zum absoluten Superstar im Weltfußball gewährt Jamal Musiala auf einer Internet-Plattform Einblicke auf seinen komplizierten Start beim FC Bayern. Sein erster prominenter Coach auf dem FCB-Campus war dabei besonders wichtig.

In einem bemerkenswerten Beitrag auf der US-amerikanischen Internet-Plattform The Players’ Tribune erzählt der mittlerweile 38-fache deutsche Nationalspieler Jamal Musiala über seine erste Zeit beim FC Bayern auf dem Campus bis hin zum ersten Training bei den Profis. Ein Kieferbruch wenige Wochen vor dem Umzug von London nach München gestaltete seine erste Zeit in der bayerischen Hauptstadt schwierig, wie er in einem humorvollen Tonfall beschreibt.

Start mit Handicap in München

„Ein paar Wochen bevor wir nach München gezogen sind, habe ich mir den Kiefer gebrochen. Alles, was Ihr wissen müsst, ist, dass ich zwei Platten in meinen Kiefer bekommen musste, und das Einzige, was ich wochenlang essen konnte, waren Suppe und Lasagne“, blickt er mit einem Schaudern zurück. Die Mengen an Lasagne hätten ihn sogar „traumatisiert“.

Aufgrund dieser Schmalkost hat er damals sehr viel Gewicht verloren. „Ich war also der Junge aus der Chelsea-Akademie, der zu den Bayern wechselte, und ich wog 60 Kilo und konnte nicht einmal richtig sprechen – ich konnte nur gerade so ein wenig murmeln.“ Die eingesetzten Platten verhinderten, dass er den Kiefer zu mehr als 15% öffnen konnte. Dass er sich mit diesem Handicap zu Beginn sehr unwohl gefühlt hat, ist mehr als nachvollziehbar.

„Ich bin sicher, alle haben sich angeschaut und gedacht: ‚Er kommt vom FC Chelsea? Der Dünne da? Kann der eigentlich Fußball spielen?‘ Das hat mich sehr motiviert, wieder auf den Platz zu gehen und allen im Verein zu beweisen, dass sie zu Recht auf mich gesetzt haben“.

„Gnadenloser“ Weltmeister wichtig für den ersten großen Karriereschritt

Besonders hilfreich in seiner Entwicklung war ganz offensichtlich sein damaliger U17-Trainer Miroslav Klose, der „keine Gnade“ mit ihm zeigte. Denn das Verteidigen war zu dem Zeitpunkt Musialas große Schwachstelle. „In dieser Hinsicht war ich unreif. Ich wollte einfach nur angreifen und dribbeln, aber er hat mir jeden Tag eingetrichtert, dass ich verteidigen muss“, verrät der 21-Jährige.

Diese Einstellung des Fußballweltmeisters von 2014 belustigt Musiala, weil Klose, der heute noch der Rekordtorschütze der deutschen Fußballnationalmannschaft ist, ein Toptorjäger war: „Jamal! Jamal! Nach hinten arbeiten! Verteidigen! DU MUSST VERTEIDIGEN!“

Obwohl ihn dieser Drill damals einige Male genervt hatte, hat Klose aus ihm dadurch einen kompletteren Spieler gemacht, wofür ihm Musiala nun sehr dankbar ist: „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Ohne ihn hätte ich den Sprung in die erste Mannschaft nicht so schnell geschafft.“

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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