„Traumjob beim Herzensverein“: Trainer-Shootingstar träumt vom FC Bayern

Fabian Hürzeler hat St. Pauli in die Bundesliga geführt und mischt nun mit Brighton & Hove Albion die Premier League auf. Der 31-Jährige träumt aber von einem Job bei seinem Herzensverein in München.

Auch wenn der FC Bayern derzeit mit Chefcoach Vincent Kompany mehr als glücklich ist, bringt sich der ehemalige FCB-Nachwuchskicker Fabian Hürzeler schon jetzt für die fernere Zukunft ins Gespräch. Der in den USA geborene Deutsch-Schweizer kam mit fünf Jahren mit seiner Familie nach München, wo er beim Ortsteilverein SV Helios-Daglfing kickte, ehe er 2004 in die Jugendabteilung des Rekordmeisters kam, dort in fast allen Jahrgängen als Mannschaftskapitän auflief und zum deutschen Juniorennationalspieler (U15 bis U19) wurde.

Sehr frühe Karriereentscheidung des U-Nationalspielers

Den Durchbruch bei den Profis des FC Bayern unter Jupp Heynckes schaffte er als 18-Jähriger in der Triple-Saison 2012/13 jedoch nicht. Als Pep Guardiola kam, verlängerte er seinen Vertrag an der Säbener Straße nicht und ging nach Hoffenheim. Bereits drei Jahre später – als 23-Jähriger – zeichnete sich jedoch ab, dass er sehr frühzeitig einen anderen Karriereweg einschlagen möchte. So wurde er beim FC Pipinsried in der Regionalliga Bayern Spielertrainer (2016-2020) und gleichzeitig beim DFB zunächst Co-Trainer der U20 (2018/19) und dann der U18 (2019/20) unter Christian Wörns.

2020 beendete er seine Engagements beim DFB und in Pipinsried und ging als Co-Trainer zum FC St. Pauli, wo er im Dezember 2022 Cheftrainer wurde, als der Kiez-Club in tiefsten Abstiegsnöten in der 2. Bundesliga steckte. In der Rückrunde waren die Hamburger dann die mit Abstand beste Zweitliga-Mannschaft und beendeten die Saison auf Rang 5. Im Jahr darauf stieg St. Pauli mit Hürzeler in die 1. Bundesliga auf, der weckte jedoch längst großes Interesse in der Premier League und wechselte zur neuen Saison zu Brighton & Hove Albion.

Gewinnt er mit seiner Truppe morgen gegen den Tabellen-Letzten Southampton, liegt man zumindest über Nacht auf einem nur auf den ersten Blick sensationellen 2. Platz vor ManCity, welches man jüngst geschlagen hatte.

Der ganz große Karrieretraum

Im „Phrasenmäher“, einem Fußball-Podcast mit BILD-Reporter Henning Feindt erklärte der 31-Jährige nun, dass er in seiner jungen Trainerkarriere noch Großes plant und einen Traumjob hat: „Ich mache jetzt mal kein Geheimnis daraus: Es gibt natürlich einen Herzensverein, weil ich dort zehn, elf Jahre lang gespielt habe – und das ist der FC Bayern. Das sind nun mal meine Wurzeln.“

Dass Hürzeler nun bei den „Seagulls“ keinen typischen Underdog wie Kompany zuletzt in Burnley trainiert, zeigen die Sommer-Transferausgaben. Weit mehr als der FC Bayern: 231 zu 142 Millionen Euro! Sein aktuelles Team hat einen höheren Marktwert als Borussia Dortmund (574 zu 475 Millionen Euro). „Bei Transfers entscheiden hier erst einmal Daten, Daten, Daten. So wurde auch ich gescoutet“, so Hürzeler.

Warum Hürzeler schon jetzt ein geeigneter FCB-Kandidat wäre

Nach diesen Daten sei der ehemalige Bayern- und BVB-Spieler Mats Hummels in den „Top 10 von allen Innenverteidigern weltweit“ gewesen. „Dementsprechend war von uns natürlich Interesse da, und es gab Gespräche.“

Laut Informationen der SportBILD soll sein Vater Hermann Hummels, der Hürzeler einst mit elf Jahren zu den Bayern geholt hatte, selbst in Brighton gewesen sein und Mats Hummels in München sogar schon einen Medizincheck absolviert haben. Zu einer Einigung kam es aber nicht. Stattdessen wechselte der Weltmeister von 2014 wenige Tage später zur AS Rom.

„Wenn du einen Siegertypen wie Mats holst, musst du schauen, wen du aus deinem System rausnimmst, um die Struktur der Mannschaft beizubehalten. Das ist in der Kürze der Zeit nicht möglich gewesen“, begründet Hürzeler den geplatzten Sommertransfer und demonstriert dabei analytische Fähigkeiten, die ihn tatsächlich einmal zum Chefcoach seines Herzensvereins machen könnten.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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