Auch wenn es zuletzt bei ihm nicht so optimal lief, hat Manuel Neuer dennoch in seiner Karriere massenhaft Rekorde aufgestellt. Darunter zwei, auf die er wohl gerne verzichtet hätte.
Wie sein 2014-Weltmeisterkollege Thomas Müller hat der fünfmalige Welttorhüter Manuel Neuer beim FC Bayern seit 2011 eine riesige Anzahl an Titeln gesammelt. Er wurde elf Mal in Folge Deutscher Meister, holte mit dem FCB fünf Pokalsiege und auch zuvor schon einmal mit Schalke, wurde nicht zuletzt je zweimal Champions League Sieger und Klubweltmeister. Die Liste seiner Ehrungen und Preise, aber vor allem seiner Individualrekorde ist ellenlang. Nicht wenige Fußballfans halten ihn für den besten Keeper der Weltfußballgeschichte.
Die Liste der Rekorde des mittlerweile 38-Jährigen umfasst unter anderen:
- Die meisten weißen Westen in der Bundesligageschichte (bislang 227)
- Deutscher Rekordnationaltorhüter (124 Länderspiele)
- Rekordtorhüter bei WM- und EM-Endrunden zusammen (39 Spiele)
- Die meisten Champions-League-Spiele ohne Gegentreffer (58)
- Neuer ist auch der bislang einzige Spieler, der in vier aufeinander folgenden Pokalendspielen im Einsatz war (2011 – 2014).
Es gibt in seiner Karriere jedoch auch zwei Bundesligarekorde, über die er vielleicht heute schmunzeln kann. Als sie sich ereigneten, war es aber wenig erfreulich für ihn:
Am 22. August 2015 erzielte Kevin Volland bereits nach neun Sekunden das schnellste Tor der Bundesligageschichte für die TSG Hoffenheim im Heimspiel gegen den FC Bayern, dessen Tor Neuer hütete.
Dreieinhalb Jahre später, am 15. Februar 2019, war der Rekord sogar noch ärgerlicher: Leon Goretzka erzielte gegen ihn in Augsburg schon nach 13 Sekunden das schnellste Eigentor der Geschichte des deutschen Fußballoberhauses.
Allerdings konnte Neuer in beiden Fällen schon nach Spielende wieder lächeln: Die Bayern bogen beiden Partien zu ihren Gunsten um: In Hoffenheim machte Robert Lewandowski in der 90. Minute den 2:1-Siegtreffer, in Augsburg drehten Kingsley Coman (2) und David Alaba das Ergebnis schon früher zum 3:2-Auswärtserfolg.
Dass ausgerechnet der beste Keeper der Bundesligageschichte diese beiden Negativrekorde hält, ist nichtsdestotrotz sehr kurios.
