Mathys Tel bekommt bislang unter Trainer Vincent Kompany kaum Spielminuten. Dennoch bleibt der 17-Jährige wie gewohnt positiv und schwärmt von einem Mitspieler.
Obwohl er im Gegensatz zu vielen seiner Mannschaftskollegen die gesamte Saisonvorbereitung beim FC Bayern mitgemacht hat, sogar auf Olympia verzichtet hatte, stehen für Mathys Tel nach acht Bundesliga-Spieltagen gerade einmal vier kürzere Einsätze und 112 Minuten zu Buche. Trotzdem spricht der sympathische französische U21-Nationalspieler im FCB-Mitgliedermagazin „51″ von seiner Zeit in Deutschland positiv. „Es war nicht immer einfach für mich, weil das ein neues Land ist und eine neue Sprache. Aber es geht schon viel besser. Ich habe Deutsch gelernt. Das gibt mir ein gutes Gefühl“.
Bei der Integration seit seiner Verpflichtung im Sommer 2022 hat dem Offensivallrounder vor allem sein Landsmann Kingsley Coman geholfen: „Er kennt sich in München schon sehr gut aus und hilft mir immer, wenn ich Rat brauche.“ Doch der 28-jährige Mr. Lisboa ist nicht der einzige, der Tel unterstützend zur Seite steht.
Offensichtlich pflegt der FCB-Youngster, bei dem es im Gegensatz zur Vorsaison noch nicht mit dem Toreschießen funktioniert, ein ganz besonderes Verhältnis zu Bayern-Ikone Thomas Müller: „Ich bin manchmal etwas ungeduldig und will sofort allein aufs Tor losstürmen. Darüber habe ich viel mit Thomas geredet. Ich habe so viel von ihm gelernt. Er ist wie ein großer Bruder für mich. Thomas ist ein super Mensch. Wirklich super.“
Es ist allgemein bekannt, dass sich der Weltmeister von 2014 besonders um die jungen Spieler an der Säbener Straße kümmert. Dieser erklärt seine Rolle wie folgt: „Als Führungsspieler schaut man natürlich, wie es den anderen geht, klar. Dieser Austausch ist mir persönlich sehr wichtig. Manchmal lohnt es sich, auch mal in die Komfortzone eines Mitspielers einzudringen. Zum Beispiel mit sachlichen Korrekturen, aber immer mit dem Tenor: Ja, das war vielleicht nicht so gut, aber hey, mach‘s besser, die nächste Chance kommt!“
Während in den Medien schon früh in der Saison im Zusammenhang mit Tel das Thema Winterausleihe angesprochen wurde, hofft man beim Rekordmeister viel eher, dass Müllers Ratschläge in den anstehenden Spielen wieder dafür sorgen werden, dass Tel seine Gefahr vor dem gegnerischen Tor wieder entdeckt. Der 19-Jährige scheint davon überzeugt zu sein: „Ich hab mal ein Buch über Konzentration gelesen. Darin stand: Bleib ruhig. Wenn du immer weiter an dir arbeitest, wird dein Moment kommen. Aber vor allem: Bleib ruhig.“
