In den letzten knapp drei Jahren stand Max Eberl im Fokus zahlreicher nicht zuletzt feindseliger Diskussionen. In einem Interview mit dem Magazin 11Freunde hat der heutige FCB- Sportvorstand nun ausführlich Stellung bezogen – dabei über das Thema mentale Gesundheit gesprochen, aber auch extrem Überraschendes über die Gehälter seiner Managementstationen kundgetan. Mit seiner aktuellen Situation beim FC Bayern ist er sehr zufrieden.
„Fußball ist mir immer noch sehr wichtig, aber nicht mehr wichtiger als meine Gesundheit und mein privater und seelischer Frieden„, so Eberl im Interview mit den 11Freunden.
Im Januar 2022 war er bei Borussia Mönchengladbach nach 17 Jahren in verschiedenen Funktionärstätigkeiten als Geschäftsführer Sport ausgeschieden und hatte sich eine längere Auszeit genommen, die er mit Erschöpfung begründet hatte. „In gewisser Weise habe ich ein neues Leben geschenkt bekommen„, so Eberl jetzt.
Er lebe nun „viel mehr im Moment. Als wir in Gladbach die Champions League erreichten, lagen sich alle um mich herum in den Armen. Mir aber schwirrten nur die Fragen im Kopf herum: ‚Oh Gott, sind wir mit dem Kader überhaupt konkurrenzfähig? Was für Transfers muss ich jetzt machen?‘ Heute kann ich mit meiner Lebensgefährtin und dem Hund im Garten sitzen – und bin ganz bei mir. Bin einfach: ich! Das habe ich vierzig Jahre vorher so nie empfunden.“
In jener Zeit hatte Eberl Hilfe bei einem Therapeuten gesucht und dabei nach eigenen Angaben neue Schlüsse über sich selbst gezogen. „Ich erkannte, dass ich mich auf meinem Weg irgendwann verloren hatte. Dass ich nur noch einer Rolle entsprach.“
Als „Spitze des Eisbergs“ bezeichnet er einen nervlichen Zusammenbruch, den er nach dem letzten Bundesligaspiel der Saison 2020/21 im Kabinengang erlitten hatte. Eberl hatte an Marco Rose festgehalten, nachdem dieser bereits seinen Wechsel zu Borussia Dortmund öffentlich gemacht hatte. Mönchengladbach verpasste daraufhin die Qualifikation für das internationale Geschäft. „Als das schiefging, wurde mir schlagartig bewusst: Es ist zu viel„, erzählt Eberl im Interview.
Nachdem er nach rund zehn Monaten bei RB Leipzig wieder ins Geschäft einstieg, schlug Eberl eine Welle an Fan-Anfeindungen entgegen. Unter anderem wurde ihm Geldgier vorgeworfen. „Ich habe in Gladbach mehr verdient als in Leipzig, und in München bekomme ich wiederum weniger als bei RB„, informiert Eberl nun doch ziemlich überraschend. In Leipzig hatte man sich im September 2023 wegen seines „fehlenden Commitments zum Klub“ von ihm getrennt. Ein halbes Jahr später heuerte er in München beim FC Bayern an.
Eberl über seine damalige Situation: „Im Profifußball ist es mitunter üblich, dass Protagonisten ihren Rausschmiss aussitzen, um eine Abfindung zu kassieren. Ich kann guten Gewissens sagen: Ich habe die beiden bestdotierten Verträge meines Lebens aus freien Stücken aufgelöst und auf viel Geld verzichtet.“
Diese Informationen kommen nun tatsächlich sehr überraschend. Viele seiner Kritiker sollten ihn vielleicht daraufhin etwas anders sehen und bewerten.

Ein Kommentar zu “Max Eberl mit großer Überraschung: Gehaltseinbußen beim FC Bayern – dennoch zufrieden”