Nach einer Vorbereitungsphase, die nach einigen Jahren wieder einmal ohne Niederlage abgeschlossen werden konnte, und mit drei Siegen aus seinen ersten drei Pflichtspielen geht der neue FCB-Coach Vincent Kompany in seine erste Länderspielpause beim Rekordmeister. Vorher zog er nach dem gestrigen 2:0-Heimsieg über den SC Freiburg am ran-Mikrofon eine erste Zwischenbilanz.
Der 38-Jährige auf die gestrigen Probleme seiner Mannschaft nach der Pause:
„Ja, Anfang der zweiten Halbzeit, das stimmt. Die erste Halbzeit haben wir ganz viel Kontrolle gehabt und auch die Chancen bekommen. Und dann kannst du vielleicht ein oder zwei Tore mehr schießen. Aber es gibt keine einfachen Spiele in der Liga und irgendwann kriegen die Gegner auch ihre Momente. Wenn du einen Schritt später bist bei den zweiten Bällen, wie es bei uns nach der Pause war, dann bekommst du auch ein anderes Spiel. Aber letztendlich war es noch stabil und ein gutes Ergebnis dank des zweiten Tors von Thomas.“
Der Belgier auf die Frage, wie viel Prozent Vincent-Kompany-Fußball schon beim FCB erkennbar ist:
„Es muss nicht Vincent-Kompany-Fußball sein, es muss Bayern-Fußball sein. Wichtig ist für mich einfach, dass wir die richtige Mentalität zeigen, immer wieder, und dass wir uns gegenseitig weiterhelfen. Aber ich bin Trainer, also ich bin nie mit allem zufrieden. Aber wenn die Mentalität stimmt, dann kannst du arbeiten. Es war eine gute Vorbereitung, gegen Freiburg ein schöner Sieg und wir haben die Saison gut begonnen.“
Thomas Müller wurde durch seine gestrige Einwechslung in der 59. Spielminute mit seinem 710. Pflichtspiel für den FC Bayern zum alleinigen Rekordspieler der Vereinsgeschichte. Kompany selbst hat schon gegen den blutjungen Müller gespielt. Wie bewertet er die Karriere der FCB-Legende:
„Ich habe 2008 sein erstes Spiel miterlebt. Ich habe damals beim HSV gespielt. Er hat seine ersten Minuten gemacht und ich meine letzten Minuten in der Bundesliga, danach bin ich zu Manchester City gewechselt. Es gab heute eine Botschaft der Fans: 710 Spiele, immer 100 Prozent gegeben für den FC Bayern. Und dazu muss ich sagen, Thomas hat auch in ganz vielen Trainingseinheiten alles gegeben für den FC Bayern und das wird auch bleiben. Es ist eine ganz lange Saison und zu den 710 Spielen werden noch weitere dazukommen.“
Kompany über Leon Goretzka:
„Die Transferperiode ist jetzt vorbei. Wichtig ist für mich, dass wir schon nach zwei Spielen fast der ganzen Mannschaft Minuten gegeben haben. Nur Leroy (Sane) fehlt noch, weil er nicht hundertprozentig fit ist. Das heißt: Wir machen das zusammen – und Leon gehört natürlich dazu.“
Wie der Ex-ManCity-Kapitän die Länderspielpause angeht:
„Es geht einfach weiter. Man ist immer beschäftigt, vielleicht schaut man in der ersten Woche der Länderspielpause etwas mehr auf die Langzeitplanung. Aber wir haben noch viel Arbeit und es ist noch nicht alles perfekt. Deswegen werden wir einfach weitermachen.“
Als FCB-Fan hat insgesamt einfach ein gutes Gefühl beim neuen FCB-Coach – hoffentlich hält dies über viele Jahre an …
