Der FC Bayern hat knapp eine Woche vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal in Ulm ein Testspiel in London mit 3:2 gegen Tottenham Hotspur durch Tore von Dayot Upamecano, Serge Gnabry und Thomas Müller gewonnen. Überraschend bzw. auffallend waren dabei die Positionen von Müller und Joshua Kimmich. Dazu äußerte sich FCB-Sportvorstand Max Eberl nach der Partie gegenüber BILD.
Wie schon vor einer Woche in Seoul durfte Joshua Kimmich wieder auf der Sechs ran, diesmal neben Aleksandar Pavlovic. Eigentlich war er sogar eher Achter, leitete fast jeden Angriff ein, spielte sehr offensiv.
So fiel das 1:1 durch Upamecano nach einem Freistoß des 29-Jährigen und nach der Pause übernahm er die Kapitänsbinde von Manuel Neuer. Es ist offensichtlich, dass der neue Chefcoach Vincent Kompany auf ihn baut, was sicherlich nicht unwichtig für Kimmichs Entscheidung ist, ob er an der Säbener Straße noch einmal verlängert.
Nach dem Testspielsieg äußerte sich Max Eberl auf BILD-Nachfrage: „Man plant ja vorher etwas. Für uns war klar, dass Josh bei uns wieder in der Mitte enden wird. Wir haben uns unsere Gedanken gemacht.”
Auch Thomas Müller, den einige nach der Heim-EM bereits in Fußballrente hatten schicken wollen, machte gestern ein richtig gutes Spiel, war der Taktgeber beim aggressiven Pressing – und bereitete so das 2:1 vor, als er gemeinsam mit Jamal Musiala bereits am Fünfmeterraum Tottenhams attackierte. Und kurz vor der Halbzeit ließ er selbst auch noch das 3:1 per Kopfball folgen.
Eberl auf die Frage nach Müllers Rolle im Spielsystem von Kompany: „Thomas ist kein schlechter Spieler, er ist vielleicht ein bisschen älter. Im Alter kann die Qualität aber auch gut sein und das wissen wir beim Thomas. Vincent hat sich sehr viele Gedanken gemacht, was zu diesem Kader passt und zu den Spielern. Er hat eine gute Mischung gefunden. Es kommt solchen Spielern, die so schlau sind entgegen.”
