FCB-Kaderplanung: Eberl schlägt Alarm – und das vollkommen zurecht!

Die extremen körperlichen Strapazen für Profifußballer durch den immer voller werdenden Terminkalender der europäischen Topklubs sind schon seit längerem ein heiß diskutiertes Thema. In der kommenden Saison wird zusätzlich die Champions League aufgebläht und nach der Saison wird zum ersten Mal die Klub-WM als großes Turnier ausgetragen. Nun warnt FCB-Sportvorstand Max Eberl in der SportBild vor einer zu hohen Belastung der Spieler, die Anpassungen in der Kaderplanung notwendig macht.

Um die Belastung der Spieler in Grenzen zu halten, sind wir gezwungen, unsere Kaderplanung anzupassen – was wiederum großen Einfluss auf der Ausgabenseite haben wird”, schlägt Eberl – man ist geneigt zu sagen endlich! – Alarm und richtet damit den Fokus auf die immer volleren Terminkalender der europäischen Spitzenklubs und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen.

Die Auswirkungen dieser enormen Belastungen auf die Gesundheit seiner Profis machen Eberl große Sorgen. Bei der kürzlich zu Ende gegangenen Europameisterschaft wurde die fehlende Frische von FCB-Dauerbrennern wie Harry Kane oder Jamal Musiala, die Saison für Saison zwischen 50 und 60 Pflichtspiele bestritten, zukünftig sogar noch mehr, im Laufe des Turniers mehr als deutlich.

Damit spielt der 50-Jährige nicht zuletzt auf die erhöhten Transferaktivitäten des Rekordmeisters an, für die zusätzliche finanzielle Mittel notwendig werden. Zuletzt hieß es im Umfeld des Rekordmeisters allerdings immer wieder, der FC Bayern müsse zuerst Spieler verkaufen, bevor weitere Transfers getätigt werden können. Vor allem Ehrenpräsident Uli Hoeneß tat dies zuletzt öffentlich kund.

Weitere Verantwortliche aus der Bundesliga stimmen Eberl zu: “Eine Folge dieser erhöhten Belastungen ist eine gewisse Anpassung im Staff und in der Kaderplanung”, so BVB-Sportdirektor Kehl, der in die gleiche Kerbe schlug und den Sportvorstand der Bayern in seinen Aussagen bestätigte.

Auch Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes warnte: “Die EM war kein Fest der Individualisten. Das muss man bedenken, wenn man immer neue Wettbewerbe einführt und die Topspieler immer mehr belastet.

Endlich wird dieses Thema von einem der FCB-Verantwortlichen angesprochen. Zuletzt deuteten Meldungen sogar darauf hin, dass man sich den immer schwierigeren Gegebenheiten eher nicht anpassen werde. Wie von FC Bayern Total seit Monaten gefordert wird, sollte der zu kleine Kader des Rekordmeisters der letzten Saison um mindestens drei, besser fünf Spieler aufgestockt werden. Seit Pep Guardiola sind die FCB-Kader Jahr für Jahr tendenziell zu klein. In den entscheidenden Phasen am Saisonende hat sich das wiederholt negativ bemerkbar gemacht.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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