Der frühere FCB-Kapitän Stefan Effenberg lässt sich in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online von der Begeisterung um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft anstecken: „Die Nationalelf hat das Feuer entfacht, die Euphorie im ganzen Land geweckt“. In der K.o.-Runde könne dieses Feuer „vielleicht bis zum Finale brennen“. Ein Bayernspieler hat es ihm dabei besonders angetan, von einem anderen deutschen Spieler erwartet er noch eins Steigerung.
Der 55-Jährige sieht die DFB-Auswahl im Kreis der Titelanwärter nunmehr „hinter England und Frankreich als Mitfavoriten – gemeinsam mit Portugal und Spanien oder vielleicht noch Italien„. Einen Akteur hebt er besonders hervor: „Jamal Musiala ist für mich bislang der bestimmende Spieler des Turniers.“
Beim 21-jährigen Superdribbler „sieht man, dass er sehr gut in Form ist, und seine Position gefunden hat. Musiala macht schon den Unterschied aus„, schrieb Effenberg. Dagegen fällt der gleichaltrige Florian Wirtz derzeit im Vergleich ein bisschen ab, der Leverkusener Topspieler der vergangenen Saison hat jedoch noch enormes Steigerungspotenzial. So schwärmt der CL-Sieger von 2001 (Titelbild): „Die beiden verkörpern aber eine außergewöhnliche individuelle Klasse, die wir lange nicht hatten. Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen.“
Ein Sonderlob erhält auch DFB-Kapitän Ilkay Gündogan. „Vor der EM gab es ja viel Kritik an ihm. Es wurde infrage gestellt, ob er der richtige Kapitän ist und überhaupt in der Startelf stehen sollte. Es freut mich sehr für ihn, dass er darauf die passende Antwort gegeben hat.„
Das sei bei Torhüter Manuel Neuer ebenfalls der Fall. „Auch über ihn gab es zuletzt ja einige Diskussionen und auch ihm tut so eine Leistung jetzt gut“, meint Effenberg mit Blick auf Neuers Vorstellung gegen Ungarn und ergänzt: „Sowohl Gündogan als auch Neuer haben ihre Kritiker jetzt erst mal zum Schweigen gebracht.“
Wahre Worte …
